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Gymnasium Beim Wechsel bleibt kaum ein Wunsch offen

 ·  Von den rund 2400 Kindern, die nach den Sommerferien in den gymnasialen Bildungsgang wechseln sollen, werden voraussichtlich nur drei auf eine Schule geschickt, die nicht dem Elternwunsch entspricht.

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Mit gemischten Gefühlen gehen viele Eltern von Viertklässlern derzeit zum Briefkasten. Täglich kann die Nachricht kommen, ob ihr Kind auf eine der drei Schulen gehen darf, die sie als Wunsch angegeben haben. Nach Angaben des Staatlichen Schulamts besteht für die meisten Frankfurter Eltern aber kein Anlass zur Sorge: Von den rund 2400 Kindern, die nach den Sommerferien in den gymnasialen Bildungsgang wechseln sollen, werden voraussichtlich nur drei auf eine Schule geschickt, die nicht dem Elternwunsch entspricht.

Aufgrund des begrenzten Platzangebots an den beliebten Gymnasien und den hohen Anmeldezahlen für die Schulform war es in den vergangenen Jahren regelmäßig zu Engpässen gekommen. Gymnasien wie die Wöhlerschule mussten Hunderte Kinder abweisen, noch voriges Jahr wurden 25Verfügungen ausgestellt, um Kinder gegen den Elternwillen einer Schule zuzuweisen. Dass sich die Lage entspannt hat, führt Silvia Bouffier-Spindler, die Leiterin des Staatlichen Schulamts, auf mehrere Faktoren zurück. Zunächst sei der Jahrgang mit insgesamt rund 4800 Viertklässlern zahlenmäßig relativ schwach. In den Vorjahren hatten die Grundschulen jeweils mehr als 5000 Kinder entlassen, auch im nächsten Jahren wird diese Marke wohl wieder überschritten. Nach einer städtischen Prognose soll die Abgängerzahl bis zum Schuljahr 2017/18 sogar um rund 800 steigen.

Viele hätten sich an Elternvertretung gewendet

Zu der besseren Versorgung hat aber auch eine Ausweitung des gymnasialen Angebots geführt. Staatliches Schulamt und Stadt haben mehrere Gymnasien an gut erreichbaren Standorten erweitert. So eröffnen in Sachsenhausen die Freiherr-vom-Stein-Schule fünf und die Schillerschule sechs parallele fünfte Klassen. Im Norden der Stadt sorgt die Riedbergschule mit sechs Parallelklassen für Entlastung. Auch der Wechsel in die übrigen Schulformen verlaufe weitgehend reibungslos, sagt Bouffier-Spindler. Die Verteilung auf die Realschulen und Integrierten Gesamtschulen habe sich kaum verändert, die Anmeldezahlen für die verbliebenen Hauptschulen hätten sich konsolidiert.

Der Stadtelternbeirat bestätigt die Angaben des Staatlichen Schulamts. In den vergangenen Jahren hätten sich viele hilfesuchende Mütter und Väter von Viertklässlern an die Elternvertretung gewendet. In diesem Jahr gebe es bislang keine einzige Anfrage. Einen Grund dafür sieht die stellvertretende Vorsitzende Alix Puhl in dem mehrstufigen Verfahren, das in Frankfurt praktiziert wird. Dabei werden Eltern, die keinen Platz an einer der drei von ihnen gewünschten Schulen bekommen haben, zu einem abermaligen Beratungsgespräch in ihre Grundschule eingeladen. Oft stelle sich dabei heraus, dass auch eine bis dahin nicht in Betracht gezogene, über freie Kapazitäten verfügende Schule für die Eltern akzeptabel ist.

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Jahrgang 1972, Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

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