13.02.2012 · Im Streit zwischen Grünen und Grünen um die Zukunft des Versorgers HSE bleiben die Fronten verhärtet. Der Vorstand des Anbieters von Öko-Energie will nicht, dass Darmstadt mehr Anteile am Konzern erwirbt.
Im Streit um die Führung eines Öko-Energie-Anbieters ist Darmstadt Schauplatz einer grün-grünen Konfrontation geworden. Auf der einen Seite steht die Stadt unter Führung des Grünen-Oberbürgermeisters Jochen Partsch, auf der anderen der Energieversorger HSE mit der Grünen Christine Scheel als neuem Vorstandsmitglied. Die Darmstädter Seite bekräftigte bei einer Aufsichtsratssitzung nach dpa-Informationen ihre Haltung.
Im Kern geht es um die Beteiligung von Darmstadt an HSE. Die Stadt ist jetzt schon mit 53 Prozent Hauptanteilseigner und will ihren Anteil auf 93 Prozent ausbauen. Scheel lehnt dieses Vorhaben für den gesamten dreiköpfigen HSE-Vorstand aber kategorisch ab.
Sie verband dies vor kurzem gleich an ihrem dritten Arbeitstag mit einer Rücktrittsdrohung. Darmstadt sei verschuldet, gebraucht werde aber ein finanzstarker Partner, so ihre Argumentation.
An der HSE beteiligt ist Darmstadt über die Beteiligungsgesellschaft Heag. Deren Aufsichtsrat tagte am Montag, Vorsitzender ist Rathauschef Partsch. Er nannte kein Ergebnis der Sitzung, sondern verwies auf eine für Dienstag geplante Pressekonferenz. Zunächst müssten die Parteien im Stadtparlament informiert werden.
Gesündere Mischung
S. Neumann (frankfurtrheinmain)
- 14.02.2012, 01:29 Uhr