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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Gießen/Marburg Uniklinik-Betriebsrat: Unsere Geduld ist am Ende

 ·  Die Betriebsräte am privatisierten Uni-Klinikum Gießen und Marburg warten weiter auf Fortschritte im Streit mit dem Arbeitgeber um Stellenabbau und Kostensenkung: „Unsere Geduld ist am Ende.“

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Der Betriebsrat des privatisierten Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) sieht auch nach dem Wechsel in der Geschäftsführung das Vertrauensverhältnis gestört. „Unsere Geduld ist am Ende. Ich bin gespannt, wie man das Vertrauen wieder aufbauen will“, sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Dirk Gehrke, in Gießen.

Die Gewerkschaft Verdi erwartete, dass sich die Klinikbetreiberin, die Rhön-Klinikum AG, deutlich bewege. Ein kalter Stellenabbau - dabei werden etwa Verträge nicht verlängert, freie Stellen nicht neu besetzt - müsse gestoppt werden.

Betriebsrat wartet weiter auf Auskünfte

Betriebsrat und Verdi sahen auch Wiesbaden in der Pflicht. „Das Land muss seine Verantwortung wahrnehmen, dass Krankenhäuser vernünftig finanziert werden können“, sagte Verdi-Mitarbeiter Georg Schulze-Ziehaus. Sollten das die Verträge zwischen Land und Rhön nicht sicherstellen, seien sie zu überdenken.

Der Gießener Betriebsratschefs Klaus Hanschur erklärte, man warte weiterhin auf nötige Unterlagen der Geschäftsführung, um über die Zukunft des Krankenhauses reden zu können. Zudem habe der Betriebsrat wichtige Informationen nur aus der Zeitung erfahren.

Neuer Chef will Vertrauen schaffen

Seit Ende Februar schwelt der Streit um das Klinikum, ausgelöst von Berichten über den möglichen Abbau von 500 Stellen. Seit vergangener Woche ist Martin Menger der neue Vorsitzende der UKGM-Geschäftsführung. Er hatte angekündigt, Vertrauen zurückgewinnen zu wollen. Menger führe zahlreiche Gespräche, auch mit der Arbeitnehmerseite, sagte UKGM-Sprecher Frank Steibli. Zudem würden mit dem Betriebsrat alle nötigen Informationen besprochen.

Die Marburger Betriebsratsvorsitzende Bettina Böttcher sagte: „Es nützt nichts, wenn man die Geschäftsführung austauscht. Wir brauchen eine vernünftige Unternehmenskultur.“

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