06.02.2012 · Die Gegner der Landesgartenschau 2014 in Gießen lassen nicht locker. Sie haben nach eigenen Angaben mehr Unterschriften gesammelt, als für ein Bürgerbegehren nötig sind.
Die Kritiker der Landesgartenschau 2014 in Gießen haben am Montag der Stadtspitze weitere Unterschriften gegen die Veranstaltung übergeben. Insgesamt seien nun rund 4000 Stimmen für ein Bürgerbegehren zusammen, berichtete die Sprecherin der Bürgerinitiative „Stoppt diese Landesgartenschau“, Martina Lennartz.
Nötig sind zwar nur etwa 2900 Unterschriften. So solle aber sichergestellt werden, dass genügend gültige dabei sind. Ob das Bürgerbegehren - die Vorstufe zu einem Bürgerentscheid - auch durchkommt, entscheidet das Parlament der mittelhessischen Stadt in einer Sondersitzung an diesem Freitag.
Nach Angaben von Stadtsprecherin Claudia Boje geht der Magistrat davon aus, dass die nötige Zahl gültiger Stimmen ohne Probleme erreicht wird. Allerdings werde noch auf Gutachten gewartet, die über die rechtliche Zulässigkeit der Fragestellung des Begehrens Auskunft geben sollen. Danach gibt die Stadtführung eine Empfehlung für die Entscheidung im Parlament ab.
Die Bürgerinitiative lehnt Hessens fünfte Landesgartenschau als zu teuer und wegen ökologischer Bedenken ab. Sie kritisiert vor allem, dass 174 Bäume weichen sollen. Für die Macher der Schau wird der Zeitplan mittlerweile eng: Bis Ende Februar müssen die Bäume gefällt werden, ansonsten droht auf dem künftigen Ausstellungsgelände ein Baustopp bis zum Herbst.