http://www.faz.net/-gzg-75744
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 20.12.2012, 12:30 Uhr

GEZ-Reform Bußgeld für Beitrags-Verweigerer

GEZ ade: Jeder Haushalt muss vom 1. Januar an den neuen Rundfunkbeitrag zahlen

von
© dpa Nur noch wenige Tage: Vom 1. Januar an fallen 17,98 Euro pauschal für jeden Haushalt an Rundfunkbeiträgen an.

Die Umstellung von den GEZ-Gebühren auf den neuen sogenannten Rundfunkbeitrag zum 1. Januar wirft viele Fragen auf. Künftig zahlt jeder Haushalt unabhängig von seiner Zusammensetzung oder der Anzahl der Geräte eine pauschale monatliche Gebühr in Höhe von 17,98 Euro, das ist so viel wie die bisherige GEZ-Gebühr - vorerst. Ob es dabei bleibt, ist nicht sicher.

Petra Kirchhoff Folgen:

Wer der GEZ, die inzwischen unter Beitragsservice firmiert, eine Einzugsermächtigung erteilt hat, muss nicht aktiv werden, da er automatisch auf den neuen Beitrag umgestellt wird, wie das für die „Begleitkommunikation“ zuständige Projektbüro beim Südwestrundfunk Mainz mitteilt. Auch bisherige Daueraufträge laufen weiter wie bisher. Für 90 Prozent der Bürger bleibe alles beim Alten, heißt es.

Wohngemeinschaften profitieren von der neuen Regelung

Aktiv werden müssen nach den Vorschriften dagegen alle Haushalte, die bisher unter Umständen doppelt belastet waren, da sie für mehrere Geräte gezahlt haben. Sie profitieren vom neuen System. Das können nichtverheiratete Paare, Wohngemeinschaften sein oder auch Familien mit erwachsenen und bereits eigenes Geld verdienenden Kindern. Es wird nämlich automatisch davon ausgegangen, dass jeder heutige Zahler auch weiterhin Gebühren überweist. Für die Kündigung reicht ein formloses Schreiben unter Angabe der Teilnehmernummer und eventuell der des künftigen Zahlers.

Mehr zum Thema

Kein Entkommen gibt es fortan für Schwarzseher, da die Einwohnermeldeämter dem Beitragsservice Ein- und Auszüge mitteilen und Daten abgeglichen werden. Dies erfolgt in vier Tranchen. Wer sich nicht selbst anmeldet, wird angeschrieben. Bei Beitragspflicht werden die Gebühren rückwirkend zum 1. Januar 2013 erhoben. Wer länger als sechs Monate nicht oder nur teilweise zahlt, begeht nach Angaben aus Mainz eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Als mögliche Summe werden mindestens 5 Euro und höchstens 1000 Euro genannt.

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Kaufprämie Warum Angela Merkel die Auto-Chefs eingeladen hat

In Berlin treffen die Autobosse mit der Bundesregierung zusammen. Kommt jetzt die E-Prämie? Was ist vom Autogipfel zu erwarten? Wer bezahlt am Ende? FAZ.NET beantwortet die wichtigsten Fragen. Mehr

26.04.2016, 14:19 Uhr | Wirtschaft
Fünf Geräte im Vergleichstest Welche Maschine macht den perfekten Espresso?

Kaffee kochen können viele Maschinen. Doch wird das Getränk so, wie man es gern hätte? Wir haben fünf Geräte aus vier Kategorien getestet. Nur eine Maschine bekommt den perfekten Espresso und Cappuccino hin. Mehr Von Marco Dettweiler

21.04.2016, 12:41 Uhr | Technik-Motor
Urteil zu Fitnessstudios Wer umzieht, muss weiter zahlen

Ein Soldat, der beruflich umziehen musste, wollte seinen Vertrag mit dem Fitnessstudio außerordentlich kündigen. Geht nicht, sagen jetzt die obersten Richter. Mehr

04.05.2016, 15:36 Uhr | Finanzen
Umsatzrückgang Apple verkauft erstmals weniger iPhones

Der Technologieriese Apple hat zum ersten Mal seit Einführung des iPhones 2007 weniger Geräte verkauft. Das erfolgsverwöhnte Unternehmen aus Kalifornien verzeichnete zudem den ersten Umsatzrückgang seit mehr als zehn Jahren. Mehr

27.04.2016, 10:51 Uhr | Wirtschaft
Investmentfonds Hohe Mittelabflüsse aus Hedgefonds

15 Milliarden Dollar wurden im ersten Quartal aus Hedgefonds abgezogen. Hauptgrund ist wohl das Missverhältnis zwischen hohen Gebühren und schwacher Wertentwicklung. Mehr Von Martin Hock

21.04.2016, 14:51 Uhr | Finanzen

Nicht ohne politische Mitstreiter

Von Michael Hierholzer

Ina Hartwig soll die neue Kulturdezernentin in Frankfurt werden, wenn es nach der SPD geht. Dass sie politisch unerfahren ist, könnte auf dem Posten seine Schwierigkeiten bergen. Mehr 0

Abonnieren Sie unsere Rhein-Main Newsletter

  • Newsletter auswählen

    Newsletter auswählen