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„Frankfurt Offenbach Lab“ : Nicht nur am Kaiserlei

Gemeinsam zukunftsfähig: Offenbach und Frankfurt wollen künftig noch enger zusammenwachsen. Bild: dpa

Die gemeinsame Stadtentwicklung Offenbachs und Frankfurts wird weiter vorangetrieben: Letzte Woche veranstaltete das Urban Land Institut das erste „Frankfurt Offenbach Lab“ um Denkanstöße zu liefern.

          Frankfurt und Offenbach können nach den Worten des Frankfurter Bürgermeisters Olaf Cunitz (Die Grünen) „unglaubliche Potentiale“ gemeinsam heben. Beim ersten „Frankfurt Offenbach Lab“, das vergangene Woche vom Urban Land Institute (Uli) in der Heyne-Fabrik in Offenbach veranstaltet wurde, bezeichnete es Cunitz als gute Idee, für gemeinsame Entwicklungsprojekte eine Stadtentwicklungsgesellschaft Frankfurt/Offenbach ins Leben zu rufen oder diese Aufgabe einer bestehenden Gesellschaft zu übertragen. Das Kaiserleiareal beschrieb er als „eher monostrukturelles Gewerbegebiet“, das in die Jahre gekommen sei. Die Aufgabe, solchen Gebieten neues Leben einzuhauchen, könnte die gemeinsame Stadtentwicklungsgesellschaft übernehmen.

          Eberhard Schwarz

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für die Stadt und den Kreis Offenbach.

          Die 1936 gegründete Non-Profit-Organisation Uli hat nach eigenen Angaben mehr als 37.000 Mitglieder in 82 Ländern und möchte sinnvolle Projekte zugunsten nachhaltiger Stadtentwicklung anstoßen. Im vergangenen Jahr stellte sie die Studie „Frankfurt und Offenbach - Ein Stadtraum ohne Grenzen“ vor. Die Stadtverordnetenversammlungen beider Städte haben noch vor der Kommunalwahl beschlossen, dass die Magistrate von Frankfurt und Offenbach ein Handlungskonzept erarbeiten sollen, wie sich gemeinsame Projekte verwirklichen lassen.

          „Wunderbare Parallelität“ zum Offenbacher Masterplan

          Im Mittelpunkt der Veranstaltung, an der rund 100 Architekten, Planer, Investoren, Entwickler und Fachleute aus der Immobilienbranche teilnahmen, stand das Areal rund um den ehemaligen Offenbacher Hafen. Dort entsteht ein neues Stadtquartier. Endlich wachse zusammen, was zusammengehöre, um zu einem „großartigen Lebensraum“ zu werden, hob die Geschäftsführerin von Uli Germany, Claudia Gotz, hervor.

          Der Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) wies auf die schon bestehende Zusammenarbeit mit Frankfurt beim Abwasser und bei der Gasversorgung hin; auch gebe es einen gemeinsamen Ausweis für die Stadtbüchereien. Jetzt habe man die gemeinsame Stadtentwicklung entdeckt. Er habe dem Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und dem dortigen Magistrat gerade geschrieben und gebeten, als erstes Projekt eine Fußgänger- und Radbrücke über den Main vom Fechenheimer Mainbogen nach Offenbach anzugehen, sagte Schneider. An etlichen Stellen gebe es eine „wunderbare Parallelität“ zum Offenbacher Masterplan.

          Cunitz hält eine Kooperation von Frankfurt und Offenbach auch deshalb für sinnvoll, um in einer „übergeordneten Konkurrenzsituation“ im internationalen Wettbewerb der Metropolregionen wahrgenommen zu werden. Dazu sei eine abgestimmte gemeinsame Entwicklung nötig. Bei der Entwicklung des Kaiserleigebiets und dem Projekt einer Multifunktionshalle zögen beide Städte an einem Strang. Der „Blick von außen“, den das Uli beisteuere, und der damit verbundene Perspektivwechsel könnten sehr hilfreich dabei sein, neue Ideen zu entwickeln und alte Fragestellungen aus einer anderen Perspektive zu beleuchten, so Cunitz.

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