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Gedankenexperiment Der Tag, an dem die Lichter ausgehen

 ·  Und plötzlich wäre es dunkel. Doch was würde eigentlich passieren, wenn in Frankfurt der Strom ausfiele? Ein Gedankenexperiment.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (11)
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Till Diesing (Zabel24) - 20.12.2012 17:33 Uhr

Stromausfälle...

Stromausfälle hat es immer gegeben und wird es immer geben.

Den letzte GAU gibts erst wenn kein KKW mehr betrieben wird. Den letzten Strom aus Kohle und Gas gibts erst, wenn es auf der Welt keine Fossilen mehr gibt. Beides ist nur eine Frage des WANNS nicht des OBS.

Auch wenn die "Kritiker" der Energiewende so tun als wüchse Uran und Öl auf Bäumen - es tut es nicht. Und Three Mile Island, Tschernobyl und Fukushima waren alles "Einzelfälle"...

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Heinz Kunz
Heinz Kunz (omgakawtf) - 18.12.2012 13:48 Uhr

Versuche mal Dich unabhängig zu machen von Strom und Gas

Wollte einen Holzvergasungskessel installieren lassen und wurde durch den Schornsteinfeger darauf hingewiesen: Bei häuslichen Holz- und Kohlefeuerstätten bis einer Gesamtnennwärmeleistung von 50 kW muss die Schornstein-Mündung einen waagerechten Abstand von min. 15 m einhalten oder die Oberkanten von Lüftungsöffnungen, Fenster, Türen und Ähnlichem um min. 1 m überragen.
Macht also einen solchen einbau nahezu unmöglich. Auch die mittlerweile eingetretene Abhängigkeiten von Strom lassen hier keine wirkliche Alternative zu. Man kann letztendlich nur den Verbrauch reduzieren und sich immer wieder bewusst Einsparpotentiale erschließen. So z.B. Abschaffung von Tiefkühltruhen und solche Artikel nur noch zeitnah zum Gebrauch einkaufen. Das Einkaufsverhalten soweit optimieren, dass nur noch das direkt zum Verbrauch benötigte geholt wird und ggf. eine Wochenendplanung im Kühlschrank landet.

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Wenn der Strom ausfällt,

bleiben alle Pumpen stehen, seien es Wasserpumpen, die das Wasser in die Häuser hochpumpen, seien es Abwasserpumpen oder Benzinpumpen. Der strombezogene ÖPNV bleibt stehen, die Beleuchtung des öffentlichen Raumes und aller privaten Wohnungen fällt aus, alle Fabrikationsbetriebe stehen still, alle Elektrogeräte gehen nicht, alle Heizungen, außer Holz- und Kohleöfen, fallen aus, weil nicht mehr steuerbar. Information und Kommunikation funktionieren nur so lange, wie die Batterien noch gehen. Fahrstühle bleiben stehen. Die Geschäfte schließen, weil die Türen nicht mehr automatisch gehen, die elektronischen Kassen nicht funktionieren und die Kühlung nicht mehr läuft, usw.. Spätestens am zweiten Tag würde in Großstädten Panik ausbrechen und die Bevölkerung rebellieren, weil sie null Vorräte hat und nichts kaufen kann. Wir haben uns im Wachstums- und Größenwahn gefangen, weil die Mehrheit geglaubt hat, daß man mit Geld alles kaufen kann.
Die Rechnung wird demnächst präsentiert werden.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.12.2012 14:58 Uhr
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@Till Diesing

Und Sie haben vergessen, Herr Diesing, daß auch in abgeschalteten KKW noch jahrelang
die Brennstäbe gekühlt werden müssen. Deshalb ist Ihre Aussage zur Zeit leider falsch.
Die Gefährdung wird noch jahrelang anhalten, weil der Ausstieg nicht ordentlich geplant worden ist.

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Till Diesing (Zabel24) - 20.12.2012 17:39 Uhr

Die Rechnung wurde schon längst präsentiert.

Sie haben den wichtigsten Punkt nicht aufgezählt: Den Ausfall der Kühlung von Kernbrennstäben in KKWs. Wenn der Strom wieder da ist, ist der Lebensraum von Millionen "nachhaltig" verseucht. Siehe Fukushima, da wurde die Rechnung bereits präsentiert.

Lieber 10 Stromausfälle ohne KKW als einen mit.

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Helmut Erb
Helmut Erb (HelmutErb) - 17.12.2012 19:36 Uhr

Die Kanzlerin kümmert sich

Beim Energiegipfel im November hat die Kanzlerin betont, daß es im bevorstehenden Winter auf die Sicherstellung der Energieversorgung ankommt. Und sie hat den Eindruck, daß „wir das schaffen wollen und vielleicht auch schaffen können“.

Man darf annehmen, daß sie damit nicht nur Trinwillershagen meinte, sondern bestimmt auch Frankfurt. Sollten dort also die Lichter ausgehen, rufen Sie einfach die Kanzlerin an. Oder schreiben Sie ihr eine Ansichtskarte.

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Thomas Heinzow

Der ex-Exportweltmeister Deutschland mutiert zur energetischen "Bananenrepublik"

Abolut zutreffender und damit excellenter Artikel von Herrn Moritz Mihm.

Die FAZ ist eben eine Qualitätszeitung, die dieses politisch und ökonomisch brisante Thema wenigstens überhaupt anfaßt und meist kritisch beleuchtet.

Das Einzige, was in dem Artikel fehlt, sind die Kosten, die durch den Dilettantismus ideologischer Politiker verursacht werden, denn jeder Netzstabilisierungseingriff verursacht Zusatzkosten, nicht nur der Blackout. Während ich in D noch nie einen länger andauernden Blackout erlebt habe, wurde ich bereits 1967 in den USA damit konfrontiert. Kein Trinkwasser mehr, keine Air-Condition bei 35°C, kein Licht, kein Herd und die Lebensmittel im Kühlschrank verderben ... .
Nette Aussichten sind das für Deutschland ...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.12.2012 18:39 Uhr
Andreas Pätzold

Dafür kostet aber der Strom in Texas nur 7 Cent

Einen Stromausfall habe ich in Erinnerung als der Ausfall des Reaktors Krümmel vor einigen Jahren die Hamburger Innenstadt lahmlegte.

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Till Diesing (Zabel24) - 20.12.2012 17:42 Uhr

Hä?

Die USA hatten schon 1967 so viele Stromausfälle? Und das mit KKWs?
War denn die USA 1967 eine "Bananenrepublik"?

Irgendwie verstehe ich sie nicht...

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Heiko Gebhardt

Hochrechnung auf das ganze Land

Im Internet kann man sich eine pdf-Datei suchen mit dem Bundestagsbericht 17/5672 vom 27.4.2011 als 136-seitige Technikfolgenabschätzung der

Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften –
am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls
der Stromversorgung

Fazit: Nichts wird mehr klappen

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Karlheinz Wehner

Nicht schlecht fuer ein paar Tage..

das waere eine Chance fuer die Bequem-Gesellschaft, mal wieder auf den Teppich zu kommen. Bei unseren laecherlichen Winter-Temperaturen und unseren Wohlstandsbaeuchen erfriert und verhungert keiner, nicht die ersten ein bis zwei Wochen.

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16.12.2012, 19:33 Uhr

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