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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

FSV Frankfurt Stark fühlt sich wieder stark

 ·  Die Frage, ob er beim FSV Frankfurt in dieser Trainingswoche unter besonderer Beobachtung gestanden habe, kann Yannick Stark nicht beantworten.

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Aber das wird so gewesen sein. Denn am vergangenen Dienstag kündigte Zweitliga-Trainer Benno Möhlmann dem Mittelfeldspieler an, dass er am Samstag, um 13 Uhr, zu Hause gegen 1860 München spielen werde - sofern seine Leistung in den Einheiten überzeugend sei. Extramotivation war das für den Einundzwanzigjährigen aber nicht. „Schließlich versuche ich immer Gas zu geben“, sagt er. Nur: Unter Möhlmann, der im Mittelfeld Kapitän Samil Cinaz aufgrund dessen zehnter Gelber Karte ersetzen muss, reichte der Aufwand nicht.

Bei ihm ist der gebürtige Darmstädter Bankspieler. Anders als bei dessen Vorgänger Hans-Jürgen Boysen, bei dem er vor der Winterpause in 17 von 19 Spielen auf dem Platz stand und lediglich zweimal nicht von Anfang an dabei war. Bedauert Stark deswegen den Wechsel? „Was heißt bedauern?“, antwortet er. „Unter Boysen ist es für mich sportlich besser gelaufen. Doch der Erfolg und die Arbeit geben unserem Trainer recht.“

Großer Verlust wegen „ein paar kleinen Wehwehchen“

Nicht zum Stamm zu gehören ist für ihn ungewohnt. Beim SV Darmstadt 98 und davor beim Nachwuchs der Frankfurter Eintracht war er in den zurückliegenden fünf Jahren unverzichtbar. Selbst den Sprung von der Regionalliga in die zweite Liga im Sommer 2011 bewältigte Stark ohne Anpassungsprobleme. Im defensiven Mittelfeld war er dann trotz seiner Unerfahrenheit die Entdeckung. Doch eine wechselhafte Vorbereitung im Winter mit „ein paar kleinen Wehwehchen“ ließ ihn den Stammplatz verlieren. Mit Hilfe von Videoaufzeichnungen verglich Möhlmann dessen Auftreten mit der Leistung aus dem ersten Saisonabschnitt. Danach habe der Trainer gemeint, „dass es bei mir nicht das war, was er erwartet hat“, so Stark. Außerdem stellte Möhlmann das System auf 4-4-2 um. Und als Stark schließlich beim 1:6 gegen die Frankfurter Eintracht früh eingewechselt wurde, konnte er seine Chance nicht nutzen.

„Auch für mich ist dieses Spiel komplett schiefgelaufen“, erinnert er sich. Jetzt fühlt sich das Talent aber im Vollbesitz seiner Kräfte. Diesen Eindruck teilt Möhlmann, der dem Jungprofi eine ordentliche Trainingswoche bescheinigt. Einem Einsatz gegen die Münchner dürfte also nichts im Weg stehen. Die Chance zur Bewährung erhält aller Voraussicht nach auch Gledson, obwohl der Innenverteidiger beim 3:4 in Aue alle Gegentreffer verschuldete. „Einen Spieler mit einem rabenschwarzen Tag sollte man nicht außen vor lassen“, findet Möhlmann. „Es ist wichtig, dass wir in den eigenen Reihen eine Einheit bleiben.“

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