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FSV Frankfurt Sieg gegen großen Favoriten Hertha BSC

 ·  Nach dem 3:1 gegen Bundesliga-Absteiger Hertha BSC Berlin schwebt Fußball-Zweitligist FSV Frankfurt auf Wolke sieben. Sportvorstand Uwe Stöver mahnt aber trotz dieses Sieges zur Bescheidenheit.

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Der FSV Frankfurt hat in der neuen Zweitliga-Saison eine spektakuläre Heimpremiere gefeiert. Gegen den großen Aufstiegsfavoriten Hertha BSC Berlin gewannen die Bornheimer am Sonntag nach einer starken zweiten Halbzeit mit 3:1 (0:1).

Änis Ben-Hatira brachte den Bundesliga-Absteiger zwar in der 40. Minute in Führung. FSV-Kapitän Björn Schlicke glich aber schon kurz nach der Pause per Strafstoß wieder aus (51.). Den K.o.-Schlag bekamen die pomadig wirkenden, nach diesem 1:1-Ausgleich aber auch nur noch in Unterzahl spielenden Berliner durch die weiteren Frankfurter Tore von Mathew Leckie (63.) und John Verhoek (90.+1) versetzt. Hertha-Torwart Sascha Burchert hatte vor dem Elfmeter nach einem Foul an Edmond Kapllani die Rote Karte gesehen.

Zurückhaltung abgelegt

„Zum Ende haben wir es noch einmal spannend gemacht, aber letztlich ist der Sieg absolut verdient“, sagte Schlicke. Trainer Benno Möhlmann lobte vor allem die Defensivleistung seines Teams. „Wir haben sehr wenig zugelassen“, sagte er. Der 58 Jahre alte Trainer wusste aber auch: „Der Platzverweis hat uns geholfen.“ Und so hob FSV-Sportvorstand Uwe Stöver bei allem Jubel über den gelungenen Saisonstart mit vier Punkten ebenfalls den mahnenden Zeigefinger: „Wir dürfen jetzt nicht in Euphorie verfallen“, sagte er.

Gegen die deutlich besser besetzten Berliner legten die Bornheimer erst nach der Pause die Zurückhaltung der ersten Hälfte ab. Schlickes Elfmetertor und der Platzverweis für Burchert sorgten für die Wende. Der Hertha-Keeper hatte Kapllani nach einer verunglückten Kopfballabwehr von Verteidiger John Anthony Brooks von den Beinen geholt und war dafür vorzeitig zum Duschen geschickt worden. Für den Stellvertreter des ebenfalls noch gesperrten Stammkeepers Thomas Kraft kam der erst 19-jährige Philip Sprint zu seinem Profi-Debüt.

Gegen die in Unterzahl spielenden Hauptstädter ergaben sich für den FSV fortan mehr Möglichkeiten. Die beiden neuverpflichteten und erst in der zweiten Halbzeit eingewechselten Stürmer Leckie und Verhoek wussten zwei davon zu nutzen. Berlins Trainer Jos Luhukay war danach stinksauer: „Ich bin tief enttäuscht über das Auftreten meiner Mannschaft. Ich habe heute eine charakterlose Truppe auf dem Platz stehen sehen“, sagte der Niederländer.

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