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Fraport Skyliners Besserung in der Problemzone

Gegen Bayreuth wirkt die Abwehr der Skyliners gefestigt. Aber reicht das am Samstag auch gegen die Bayern?

© Wonge Bergmann Vergrößern Aufbauend: Devin Gibson lenkt das Frankfurter Spiel und bekommt mit Dawan Robinson Verstärkung auf der Position.

Dieses Spiel dürfen die Fraport Skyliners getrost als Warnung verstehen. 104:71 schlugen die Basketballprofis des FC Bayern München am Mittwoch die Eisbären Bremerhaven. „Herz, was willst du mehr“, freute sich Uli Hoeneß, der Präsident der Bayern, die unter der Führung ihres neuen Trainer Svestislav Pesic eine erstaunliche Serie hingelegt haben: Bei den vier Siegen in Folge erzielten sie 104, 107, 123 und nun wieder 104 Punkte. Jetzt hoffen ausgerechnet die nicht sonderlich stabilen Fraport Skyliners, die Serie an diesem Samstag beim Heimspiel gegen die Bayern (Ballsporthalle, 18.30 Uhr) brechen zu können.

Leonhard  Kazda Folgen:  

Ein wenig Hoffnung zumindest haben die Frankfurter Profis ihren Fans bei ihrem Spiel am Mittwoch gemacht. Endlich war den Skyliners mit dem 76:59 gegen BBC Bayreuth wieder ein überzeugender Erfolg gelungen. Vier Niederlagen in Folge waren vorangegangen - und die Erleichterung, endlich wieder in den Genuss eines Erfolgserlebnisses gekommen zu sein, war den Frankfurtern deutlich anzusehen. Doch reicht die kleine Aufwärtsbewegung, die den Hessen gegen Bayreuth gelungen ist, auch für die Rolle des Bayern-Schrecks?

Bei den Skyliners ist vieles möglich

Ein wenig Skepsis ist angebracht. Denn die Leistungsdellen der Frankfurter waren auch gegen den BBC deutlich zu spüren. Eine wichtige positive Entwicklung ist aber die Tatsache, dass die Skyliners ihren Gegnern endlich wieder eine stabile Abwehr entgegen stellen konnten. „Unsere Defense ist wieder da“, sagte Cheftrainer Katzurin, den die Schwächen in der Abwehr in den zurückliegenden Spielen immer wieder fassungslos gemacht hatten. Die einstige Paradeabteilung der Frankfurter war plötzlich zur Problemzone geworden. Jetzt hatte sie wieder besser funktioniert. Dass die Abwehr gegen eine Mannschaft Stärke zeigte, die wie Bayreuth einen schnellen, auf leichte Punkte abzielenden Basketball spielt, stimmt ebenfalls zuversichtlich.

„Das war unsere beste Leistung, die uns seit langem in der Verteidigung gelungen ist“, sagte Konstantin Klein nach dem Sieg über Bayreuth. „Wenn wir gegen München in der Defense so spielen, ist vieles möglich.“ Die Bayern bleiben indessen betont gelassen, was ihren Auftritt in der Ballsporthalle betrifft. Auf der Internetseite wird die Partie zwar als „letzte der englischen Woche“ erwaähnt, aber der Blick der anspruchsvoll gewordenen Münchener richtet sich schon auf vermeintlich schwierigere Aufgaben: „Das mit Spannung erwartete Süd-Derby gegen Ulm am Samstag, 5. Januar.“

Vorteil dank verbesserter Personalsituation

Vielleicht ist die Konzentration auf die höheren Dinge der Liga, welche bei den Bayern nach dem Trainerwechsel schon fast zwangsläufig zu spüren ist, für die Frankfurter auch eine Chance. Unterschätzt zu werden, hat viele Vorzüge. Im Heimspiel gegen die als schier übermächtig geltenden Ulmer war den Hessen Ende November eine Überraschung geglückt.

Ein Vorteil für sie ist derzeit auch die verbesserte Personalsituation. Neuzugang Dawan Robinson machte gegen Bayreuth bei seiner Premiere im Trikot der Skyliners seine Sache schon recht gut. Er habe einfach mehr Erfahrung auf dem Feld gebraucht, sagte Katzurin zu der Neuverpflichtung. „Dawan kennt noch nicht alle unsere Taktiken, aber wir zeigen sie ihm und er lernt ständig dazu.“ So neigt sich für die Frankfurter ein kompliziertes Basketballjahr dem Ende entgegen. Dass zum Schluss mit den Bayern die Mannschaft der Stunde nach Frankfurt kommt, passt ins Bild.

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Quelle: F.A.Z.

 
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