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Veröffentlicht: 09.07.2014, 15:38 Uhr

„Urban gardening“, mehr Sträucher Frankfurts Innenstadt soll grüner werden

Die drei Grünen-Dezernenten im Frankfurter Rathaus haben den Rahmenplan für die Innenstadt überarbeitet. Die neue Fassung berücksichtigt erstmals den Klimawandel.

© Eilmes, Wolfgang Grünzug: An Bäumen mangelt es schon heute etwa an der Günthersburgallee nicht, doch sollen im Herzen Frankfurt noch viele Pflanzen hinzukommen

Die Frankfurter Innenstadt soll grüner, schöner und lebenswerter werden - trotz des Klimawandels und der Neubauten. Der von den drei Grünen-Dezernenten im Rathaus überarbeitete Rahmenplan sieht im Stadtzentrum mehr Wohnungen, bessere Fußgänger- und Radwege sowie mehr Grün und attraktivere Plätze vor.

„Das ist ein Paradigmenwechsel. Die Planung ist vom Grün her gedacht“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig bei der Vorstellung des Konzepts am Mittwoch. Der Klimawandel und die alternde Gesellschaft erforderten dies.

Mehr Radler auf großen Straßen

Der Rahmenplan gibt die Richtung für die Entwicklung der Innenstadt für die nächsten 10 bis 15 Jahre vor. Er muss noch vom schwarz-grünen Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung angenommen werden.

„Es geht um eine Reihe von Einzelmaßnahmen“, sagte Planungsdezernent Olaf Cunitz. Dazu gehörten etwa mehr Fußgängerwege und bessere Radfahrverbindungen. Der Durchgangsverkehr könne verlagert und große Straßen - etwa mit Multifunktionsstreifen - für Radfahrer und Fußgänger freundlicher gestaltet werden, sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer.

„Urban gardening“ gewollt

Die Wallanlagen und das Mainufer sollen besser mit der City über begrünte Wege verbunden werden. 30 bis 60 Meter hohe Häuser könnten an einigen Orten der City sowohl mehr Wohnungen als auch mehr Freifläche für Grün bringen. Öffentliche Plätze sollen bepflanzt und belebt werden.

Kleinere Projekte wie „urban gardening“ - also Gartenarbeit an ungewöhnlichen Orten in der Stadt -, neue Bäume und Sträucher sowie Dach- und Fassadenbegrünung könnten ebenfalls dazu beitragen, die Folgen des Klimawandels aufzufangen.

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