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Veröffentlicht: 10.05.2013, 21:30 Uhr

Frankfurter Zoo Gideons Nachfolger kommen aus Österreich-Ungarn

Von Juli an werden im Frankfurter Zoo wieder Erdmännchen leben. Der vorherige Bestand war im Dezember umgekommen, als durch einen Erdrutsch ihre unterirdischen Höhlen einstürzten.

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© Lisowski, Philip Klein und possierlich: Erdmännchen im Frankfurter Zoo.

Noch ist die Erdmännchenanlage im Frankfurter Zoo verwaist. Nichts erinnert mehr daran, dass noch vor sieben Monaten Herdenvater Gideon mit seiner Familie tief unter der Erde meterlange Gräben buddelte - bis es Ende Oktober dann plötzlich einen Erdrutsch gab, der die Tiere im Schlaf überraschte und die Sippe begrub.

Mehrere Wochen hatte es damals gedauert herauszufinden, was das Unglück hervorgerufen hatte. Dann folgte eine Art Trauerzeit. Nun aber werden bald neue Erdmännchen im Zoo zu sehen sein. Zwei Männchen und ein Weibchen sind schon da - allerdings befinden sie sich derzeit noch in Quarantäne.

Voraussichtlich Anfang Juli werden sie ihr Quartier beziehen. Das muss allerdings erst einmal neu hergerichtet werden. Weil damals ein sogenanntes Rüttelverfahren, mit dem das Substrat im Gehege bearbeitet wurde, zum Erdrutsch geführt hatte, soll nun auf Rüttelplatten verzichtet werden, um ein weiteres Unglück zu verhindern, teilte gestern eine Sprecherin mit. Auch das Substrat selbst wurde vorsichtshalber gegen ein anderes ausgetauscht. Im Lauf der nächsten Woche sollen die Bauarbeiten der neuen Anlage beginnen.

Kunststoffmatten sollen Höhlen sichern

Das Risiko eines Erdrutsches könne bei Tieren, die tief in der Erde grüben, niemals ausgeschlossen werden, sagte die Sprecherin weiter. Die neue Anlage solle aber so gestaltet werden, dass die Gefahr minimiert werde. So sollen die drei neuen Erdmännchen zwar graben können, wie es ihrem natürlichen Verhalten entspricht, aber nicht mehr 40 Zentimeter tief, sondern nur noch bis zu 30 Zentimeter. Außerdem werden Kunststoffmatten verlegt, die die unterirdischen Höhlen stabilisieren. Ansonsten soll die Anlage wie auch zuvor wieder mit Klettersteinen und Wärmelampen versehen werden, so dass sich die Tiere, die ursprünglich in Afrika beheimatet sind, wohl fühlen. „Und natürlich hoffen wir auch auf Nachwuchs“, so die Sprecherin.

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Der Zoo hat in ganz Europa nach geeigneten Erdmännchen gesucht. Fündig geworden ist er in Wien und dem ungarischen Szeged. Die Tiere verstehen sich schon jetzt prächtig, wie die Sprecherin sagt. „Es ist eine österreichisch-ungarische Liebesgeschichte, die sich da anbahnt.“

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Von Matthias Alexander

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