Home
http://www.faz.net/-gzg-7nmx8
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Frankfurter Zoo 15 Flamingos brutal getötet

Auf brutale Art sind am Wochenende 15 Flamingos des Frankfurter Zoos umgekommen. Die Tiere sind teilweise geköpft und erstochen worden.

© dpa Vergrößern Flamingos: Die Vögel sind vor allem wegen ihrer Farbe bei Zoobesuchern beliebt.

Tierpfleger haben im Zoo eine grausige Entdeckung gemacht: In der Nacht zu Freitag und in der darauffolgenden Nacht sind insgesamt 15 Flamingos getötet worden. Den Vögeln wurden die Köpfe abgetrennt – einige wurden scheinbar abgeschnitten, andere abgerissen. Zoodirektor Manfred Niekisch sprach von einem „schockierenden Ereignis“, das ihn und alle Mitarbeiter sprachlos mache.

Wer oder was die Tiere getötet hat, ist noch nicht klar. Während die Polizei von „einem oder mehreren bislang unbekannten Tätern“ spricht, schließt Niekisch nicht aus, dass ein Fuchs oder ein anderes Raubtier, etwa ein Marder, die Vögel gerissen hat. Für den Zoodirektor wäre dies die erträglichere Erklärung, da alles andere bedeuten würde, „dass jemand offenbar so krank ist, so etwas zu tun“. Für Klarheit soll nun das veterinärmedizinische Institut in Gießen sorgen. Dort werden einige der Kadaver untersucht.

Polizei sucht Zeugen

Für die Theorie, dass ein Mensch die Flamingos getötet hat, spricht jedoch einiges. Die Polizei sprach von Stichverletzungen, die an einigen Kadavern gefunden worden seien. Daran orientieren sich nun auch die Ermittlungen. Die Beamten stellten Videoaufzeichnungen sicher, die nun ausgewertet werden, wie ein Sprecher mitteilte. Zudem hoffen die Ermittler auf Zeugenhinweise. Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat, kann sich unter der Rufnummer 069- 755-10500 beim 5. Polizeirevier melden.

Niekisch sagte, es sei merkwürdig, dass keine größeren Blutlachen gefunden worden seien. Die Polizei hält es für möglich, dass jemand die Tiere aus dem Zoo gestohlen, getötet und die Kadaver wieder zurückgebracht habe. „Das wäre doch aber sehr viel Aufwand“, wendet Niekisch ein. „Warum sollte jemand so etwas auf sich nehmen?“

Das Geschehen erinnert an einen ähnlichen Vorfall vor sieben Jahren. Im Oktober 2007 waren im Zoo ebenfalls Flamingos auf gleiche Weise getötet worden. Die Tat wurde nie geklärt. Die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Film zeigt Gewalt-Exzess Angriff auf das Erste Polizeirevier

Die Frankfurter Polizei hat über den Kurznachrichtendienst Twitter ein Video vom Angriff vermummter Demonstranten auf das Polizeirevier in der Einkaufsmeile Zeil veröffentlicht. Es zeigt eine Gruppe zumeist schwarz gekleideter Männer. Mehr

18.03.2015, 17:43 Uhr | Rhein-Main
Blockupy-Proteste Angriff auf das Erste Polizeirevier Frankfurt

Die Frankfurter Polizei hat über den Kurznachrichtendienst Twitter ein Video vom Angriff vermummter Demonstranten auf das Polizeirevier in der Einkaufsmeile Zeil veröffentlicht. Mehr

18.03.2015, 17:53 Uhr | Rhein-Main
Blockupy-Proteste in Frankfurt Im Ausnahmezustand

Mindestens 200 Verletzte, Dutzende zerstörte Autos, zertrümmerte Fensterscheiben - das ist das Fazit der Ausschreitungen von Frankfurt. Die Polizei spricht von einem der schlimmsten Angriffe auf die Einsatzkräfte seit Jahren. Mehr Von Justus Bender, Katharina Iskandar und Jonas Jansen

18.03.2015, 18:20 Uhr | Rhein-Main
Schüsse in Ottawa Dramatischen Szenen im Parlamentsgebäude

Einer der mutmaßlich mehreren Heckenschützen ist nach einem Bericht des Fernsehsenders CBC von der Polizei getötet worden. Mehr

22.10.2014, 18:40 Uhr | Politik
Gebrochene Nase Brutaler Angriff auf Rollstuhlfahrerin

Wahllos schlägt er auf sie ein, würgt sie und bricht ihr die Nase: Ein Betrunkener hat in Frankfurt eine Frau im Rollstuhl attackiert. Selbst ein Helfer konnte nichts gegen den Mann ausrichten. Mehr

22.03.2015, 18:05 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 23.03.2014, 15:25 Uhr

Kurze Wege, schnelle Strafe

Von Christian Palm

In Frankfurt ist ein weiteres Haus des Jugendrechts eröffnet worden. Das macht schnelles und effektives Arbeiten in Sachen Jugendkriminalität möglich. Eigentlich erstaunlich, dass es bisher so wenige davon gibt. Mehr