Home
http://www.faz.net/-gzg-7750h
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Frankfurter Rundschau Druckzentrum wird stillgelegt

Die Gläubiger der insolventen „Frankfurter Rundschau“ haben das Angebot des türkischen Verlegers Akbay abgelehnt. „Daraus folgt die Stilllegung des Druckzentrums“, teilte der Insolvenzverwalter mit.

© dpa Vergrößern Noch immer ist die Zukunft der „Frankfurter Rundschau“ unklar

Im Bieterrennen um die insolvente „Frankfurter Rundschau“ ist der türkische Verleger Burak Akbay aus dem Rennen. Einziger verbleibender Interessent ist somit die Frankfurter Allgemeine Zeitung, wie aus einem Rundschreiben der Insolvenzverwaltung an die Mitarbeiter der Traditionszeitung hervorgeht. Die Gläubiger seien gegen ein Angebot von Akbays Unternehmen Estetik.

„Das zuletzt von Estetik vorgelegte Angebot ist vom Gläubigerausschuss als nicht ausreichend abgelehnt worden“, heißt es in dem am Freitag versandten Schreiben. „Daraus folgt die Stilllegung des Druckzentrums.“

Für die FR würde eine Übernahme durch die konkurrierende F.A.Z. zwar eine Perspektive versprechen. Für die weitaus meisten der betroffenen 450 Mitarbeiter in Redaktion und verlagsinterner Druckerei bedeutete das allerdings das Aus. Denn die F.A.Z. würde nur 28 Mitarbeiter aus der Redaktion übernehmen, an der Druckerei hat sie kein Interesse. Bis Ende Februar muss eine Entscheidung fallen. Derzeit prüft das Bundeskartellamt das F.A.Z.-Angebot.

Die „Frankfurter Rundschau“ hatte im November angesichts hoher Verluste Insolvenz angemeldet. Hauptgesellschafter sind die Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg und die SPD-Medienholding DDVG.

Mehr zum Thema

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Zeitungskrise In eigener Sache

Die Zeitungen stecken in der größten Krise ihrer Geschichte. Das liegt nicht nur am Internet. Anlass genug, über unsere eigene Branche nachzudenken. Mehr

10.08.2014, 12:04 Uhr | Wirtschaft
Argentinien gegen Hedgefonds Wie geht es weiter im Schuldenstreit?

Der Streit zwischen Argentinien und amerikanischen Hedgefonds nimmt kein Ende. Die zweitgrößte Volkswirtschaft Südamerikas hat sich an den Internationalen Gerichtshof in Den Haag gewendet - allerdings dürfte das kaum helfen. Mehr

11.08.2014, 10:11 Uhr | Finanzen
Streit mit Hedgefonds Argentinien will Blockierung von Zahlungen an Gläubiger umgehen

Ein amerikanisches Gericht verhindert die Auszahlung in New York. Damit soll die Erfüllung eines Urteils zugunsten von Hedgefonds erzwungen werden. Staatschefin Kirchner will die Zahlungen nach Buenos Aires verlegen. Mehr

20.08.2014, 07:35 Uhr | Finanzen

Kurz vor der Wand

Von Ewald Hetrodt

Stillstand beim Wiesbadener Kureck - und das über Jahre. Die Stadt hat nun den Druck auf den Investor IFM erhöht, der bisher eher durch seltsames Verhalten auffiel. Bleibt zu hoffen, dass der Streit nicht eskaliert. Mehr 1