Im Bieterrennen um die insolvente „Frankfurter Rundschau“ ist der türkische Verleger Burak Akbay aus dem Rennen. Einziger verbleibender Interessent ist somit die Frankfurter Allgemeine Zeitung, wie aus einem Rundschreiben der Insolvenzverwaltung an die Mitarbeiter der Traditionszeitung hervorgeht. Die Gläubiger seien gegen ein Angebot von Akbays Unternehmen Estetik.
„Das zuletzt von Estetik vorgelegte Angebot ist vom Gläubigerausschuss als nicht ausreichend abgelehnt worden“, heißt es in dem am Freitag versandten Schreiben. „Daraus folgt die Stilllegung des Druckzentrums.“
Für die FR würde eine Übernahme durch die konkurrierende F.A.Z. zwar eine Perspektive versprechen. Für die weitaus meisten der betroffenen 450 Mitarbeiter in Redaktion und verlagsinterner Druckerei bedeutete das allerdings das Aus. Denn die F.A.Z. würde nur 28 Mitarbeiter aus der Redaktion übernehmen, an der Druckerei hat sie kein Interesse. Bis Ende Februar muss eine Entscheidung fallen. Derzeit prüft das Bundeskartellamt das F.A.Z.-Angebot.
Die „Frankfurter Rundschau“ hatte im November angesichts hoher Verluste Insolvenz angemeldet. Hauptgesellschafter sind die Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg und die SPD-Medienholding DDVG.
Region: Abgemeldet?
Peter Schöllersdorf (PSchoellersdorf)
- 23.02.2013, 13:07 Uhr
Herr Paul Kirchhof gefordert:
Frank Pauls (faweho)
- 22.02.2013, 14:44 Uhr

