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Frankfurter Flughafen : Kirchen: Fluglärm stört Religionsfreiheit

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Über Köpfen und Kirchen: Ein Flugzeug im Frankfurter Luftraum. Bild: dpa

Die Evangelische Kirche von Hessen und Nassau (EKHN) soll vor Gericht gegen den wachsenden Fluglärm rund um den Frankfurter Flughafen vorgehen.

          Die Evangelische Kirche von Hessen und Nassau (EKHN) soll vor Gericht gegen den wachsenden Fluglärm rund um den Frankfurter Flughafen vorgehen. Denn die vom Grundgesetz geschützte ungestörte Religionsausübung sei massiv gestört. Das Dekanat Mainz mit 19 Gemeinden sowie die evangelischen Gemeinden Flörsheim in Hessen und Wallertheim in Rheinland-Pfalz haben bei der EKHN-Leitung beantragt, Voraussetzungen für den Klageweg zu schaffen, wie der EKHN-Sprecher Stephan Krebs am Montag in Darmstadt mitteilte.

          Die Gemeinden führen Artikel vier des Grundgesetzes an, in dem es heißt: „Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“ Sie beklagen unter anderem, Gottesdienste seien nur noch bei geschlossenen Fenstern möglich, nicht aber im Freien, und bei Beerdigungen gingen Gebete und Aussegnung im Lärm der Düsenmaschinen unter.

          Die EKHN werde die Anträge prüfen, sagte EKHN-Sprecher Krebs. Allerdings habe sich der Hausjurist Markus Keller auf der Synode im November vergangenen Jahres skeptisch zu den Erfolgsaussichten einer solchen Klage geäußert. Nach seiner damaligen Einschätzung sei der Paragraf vier des Grundgesetzes gegen gezielte Störungen gerichtet, das könne im Fall des Flugverkehrs vom und zum Frankfurter Flughafen aber nicht unterstellt werden. Nach Meinung des Juristen hätten Klagen, die sich auf die Unversehrtheit der Gesundheit beriefen, schon eher Aussicht auf Erfolg.

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