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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Frankfurter Flughafen Fluglärmkommission gegen Entlastung der Nordwestbahn

 ·  Die Fluglärmkommission will keine Verschiebung des Flugbetriebs von der neuen Landebahn auf die Südbahn. Vorsitzender Jühe rügt entsprechende Vorstöße von Politikern und fordert die Abkehr von parteitaktischem Kalkül.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (8)

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 22.01.2012 11:54 Uhr

Urlauberflüge können auch nicht verlagert werden

und die Intermodalität ist einer der Gründe dafür. Nämlich von der Bahn auf das Flugzeug, oder Umsteiger von anderen Flügen. Als ob die Luftverkehrswirtschaft nicht alles das machen würde was machbar ist.

Leider werden nur die negativen Nachrichten in den Medien transportiert. Gestern, am 21. Januar 2012 um 05h00 kam das modernste und leiseste Flugezeug in seiner Klasse, die Boeing 787 aus Tokyo Haneda. Die Landung erfolgte übrigens auf der 25C, also der Center Bahn, die angeblich nicht mehr für Landungen genutzt wird.......

Den Medien war das keine Nachricht wert. Soviel zur Objektivität.

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Michael Meyer

Intermodalitaet besser nutzen und Urlaubsfluege verlagern

Fuer mehr als 100 Millionen Menschen aus Deutschland und Nachbarlaendern ist FRA in einer weniger als vier-stuendingen Zugfahrt zu erreichen, das einmalig in ganz Europa. Dennoch, die meisten Flugbewegungen finden zwischen FRA und Nahzielen wie Berlin, Hamburg und Zurich statt. Ob Zubringerflug oder nicht, eine Kooperation zwischen den Fluggesellschaften/ Flughafenbetreiber und der Deutschen Bahn sollte dies aendern. Darueberhinaus, Urlaubsfluege muessen nicht von FRA stattfinden, Provinzflughaefen wie Hahn (und vielleicht auch der Urlauber) werden es danken. Weder Kurzstreckenfluege noch Urlaubsfluege sind das grosse Geschaeft fuer den Flughafenbetreiber oder haben grossen Nutzen fuer die Region. Beide profitieren vor allem von Interkontinentalfluegen (Passagier- und Fracht), und genau darauf sollte man sich in Frankfurt konzentrieren. So kann das wichtige Kerngeschaeft des Flughafens weiter wachsen und gleichzeitig der Laerm fuer die Anwohner reduziert werden. Viel Erfolg!

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Tuomas Ekholm

Centerbahn und regelmäßige Richtungswechsel müssen ein Teil der Lösung werden (2/2)

In der Regel erfolgen über 75% der Landungen aus der östlichen Richtung. Objektiv betrachtet macht es kaum Sinn auch in den verkehrsarmen Zeiten die dicht besiedelten Gebiete Frankfurter Südens zu überfliegen und dabei die Anzahl der Betroffenen zu maximieren. Die Nutzung der Centerbahn bietet sich hier als vernünftige Alternative an. Der Landeanflug zu dieser Bahn führt über die letzten 15km fast ausschließlich über den Frankfurter Stadtwald und Autobahn A3, zwischen Frankfurt und Neu-Isenburg d.h. Wohngebiete werden nicht direkt überflogen.

Dazu sollten regelmäßige Richtungswechsel, wie in anderen Großflughäfen üblich, ein Teil des Konzepts werden. Die Planbarkeit der Entlastungspausen ist ein wichtiger Punkt, weil es die Einwohner ermöglicht z.B. eine Gartenparty dann zu planen, wenn es planmäßig keine Überflüge gibt. Zudem sollte man den Anflugwinkel für die Nordwestbahn deutlich steigern. Stadtnaher Flughafen London City wird im Winkel von 5.5 Grad angeflogen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.01.2012 10:34 Uhr
Tuomas Ekholm

Antwort: Pausen und Wiederaktivierung der Centerbahn als Landebahn aus Ostrichtung wichtig

Ja - optimal ist es sicherlicht nicht. Trotzdem wären meiner Meinung nach planbare Entlastungpausen besser als zufällige, oder fast gar keine, wie die Situation im Süden Frankfurts seit Anfang November ist. Wir haben derzeit genau das was Sie in Ihrer Antwort beschrieben haben, weil es kein System zur Entlastung gibt.

Eine deutliche Entlastung für größste Anzahl der Betroffenen wäre durch die Wiederaktivierung der Centerbahn als Landebahn aus der Ostrichtung erreicht. Diese soll in den verkehrsarmen Zeiten anstatt Nordwestbahn angeflogen, weil dadurch Wohngebiete nicht überflogen werden müssen. Damit leben wir schon seit Jahren im relativen Frieden.

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Bernd Rittmeyer

Danke für die "menschenverachtenden Ausführungen"

Auch wenn die Redaktion meine Reaktion als Angriff und Verstoß gegen die guten Sitten sieht ...
> Die Planbarkeit der Entlastungspausen ist ein wichtiger Punkt, weil es die Einwohner ermöglicht z.B. eine Gartenparty dann zu planen, wenn es planmäßig keine Überflüge gibt. <

Das ist ja wohl das "letzte". Leben im Keller mit Schallschutzfenstern und wenn es der FraPort und der Flugsicherung genehm ist dann kann man mal ins Freie? Das ist mehr als daneben.

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Tuomas Ekholm

Centerbahn und regelmäßige Richtungswechsel müssen ein Teil der Lösung werden (1/2)

Die Haltung des Herrn Jühe ist verständlich. Als Vertreter der Einwohner von Raunheim hat er seinen Job erfolgreich getan, und die Lärmbelastung seiner Bürger reduziert. Mit dem derzeitigen Bahnnutzungskonzept wurde damit nicht nur die Last des Anstiegs der Flugbewegungen nach Süden verschoben, sondern auch die Lärmwirkung bei der gleichbleibenden Kapazität breiter verteilt. Nach den Messdaten des Deutschen Fluglärmdienstes der letzten 3 Monaten sind tatsächlich Flörsheim und äußerste Süden Frankfurts jetzt von Fluglärm mehr betroffen als Raunheim.

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Hartmut Rencker

Nordwestbahn wird zum Menetekel

Für die Gegner des Wachstumswahns ist die Nordwestbahn zum perfekten Hebel gegen Fraport und die vom Firmengeld ferngelenkte Landesregierung geworden. Ausgerechnet das Frankfurter Nobelviertel Lerchesberg, Residenz von einflussreichen Bankdirektoren, Chefärzten usw. wird punktgenau mit weniger als 600 m über Grund zugejault, mit ausgefahrenen Landeklappen und Fahrwerk als zusätzliche Lärmquellen. Genau das lässt sich mit keinem Flug- oder Landeverfahren reduzieren. Wie ungleich die Landesregierung als Anteilseigner an Fraport unser aller Geld verheizt, zeigt die sündhaft teure Absiedelung von Ticona. Die Wohnanlieger gleich nebenan wurden nicht abgesiedelt. Geld geht über Menschen.

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Miki Krstic Dr.

Die Geister die ich rief

Was hat denn Herr Jühe gedacht mit wem er da über Jahre verhandelt? Es sollte ihm doch eigentlich klar sein, daß seine neuen Freunde ihn und seine Errungenschaften wie eine heiße Kartoffel fallen lassen wenn es politisch erforderlich ist.

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