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Frankfurter Fastnachtsumzug : Absage aus Angst vor Terror

  • -Aktualisiert am

Faschingsumzug in Frankfurt im vergangenen Jahr Bild: dpa

Die Frankfurter Frauengarde nimmt nicht am Fastnachtszug teil. Die Absage begründet der Karnevalsverein mit der derzeitigen Lage in Deutschland.

          Aus Angst vor Terroranschlägen, aber auch vor sexuellen Übergriffen verzichtet die Frankfurter Stadt-Garde darauf, beim Fastnachtszug am 7.Februar mitzumarschieren. Der Frauen-Karnevalsverein aus dem Gallusviertel hatte in den vergangenen Jahren stets an dem Umzug durch die Frankfurter Innenstadt teilgenommen.

          Auch in diesem Jahr wären die 25 Mitglieder mit einem Wagen und einer Fußgruppe dabei gewesen. Man habe sich allerdings aufgrund der derzeitigen Lage in Deutschland vor zwei Wochen gegen eine Teilnahme entschieden, sagte die Erste Vorsitzende Stephanie Künstler auf Anfrage. Die Mitglieder hätten sich einstimmig auf eine Absage festgelegt. Vor allem die jüngeren Gardistinnen seien ängstlich, sagte Künstler. Zum einen sei Frankfurt als internationale Bankenstadt ein potentielles Ziel für Terrorangriffe. Überdies hätten die Vorfälle in der Kölner Silvesternacht die jungen Frauen verunsichert. Sie würden den Umzug nun im Fernsehen verfolgen.

          Der Vorsitzende des Großen Rates der Frankfurter Karnevalsvereine, Axel Heilmann, sagte, es handele sich um einen Einzelfall. Man rechne nicht mit weiteren Absagen. Alle Teilnehmer hätten schon ihre Zugnummer bekommen, und es habe keinerlei Nachfragen hinsichtlich der Sicherheit gegeben. Die Vereine seien aber sensibilisiert.

          Die Frankfurter Polizei rate niemanden, von Karneval fernzubleiben, sagte ein Sprecher gestern. Man werde die Präsenz in dieser Zeit deutlich erhöhen.

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