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Wetter Eis und Schnee: Flüge gestrichen, Notrufe in Frankfurt

03.03.2006 ·  Schnee und Eis haben zu erheblichen Behinderungen am Frankfurter Flughafen geführt. Mehr als 100 Starts und Landungen sind gestrichen worden. In Frankfurt gingen Dutzende Notrufe bei der Polizei ein. Auch der Samstag bringt zunächst noch verbreitet Schneefall.

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Schnee und Schneeregen behindern am Freitag im Rhein-Main-Gebiet den Verkehr stark. Am Flughafen Frankfurt sind weit über hundert Flüge ausgefallen, während Autos und Lastwagen über die eisglatten Straßen schlitterten oder in kilometerlangen Staus standen. Bei Fulda starb ein 41 Jahre alter, offenbar angetrunkener Mann, als er beim Überholen auf nasser Straße von der Fahrbahn abkam. Allein im Frankfurter Stadtgebiet gingen bei der Polizei bis zum Mittag 110 Unfall-Notrufe ein. Und eine Wetteränderung ist jedenfalls vorerst nicht in Sicht.

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt waren bis zum frühen Nachmittag 140 Flüge gestrichen worden, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport berichtete. Dies habe zum größten Teil daran gelegen, daß Maschinen von anderen Flughäfen nicht angekommen seien. Das Rollfeld in Frankfurt sei am Morgen schnee- und eisfrei gewesen. Die Streufahrzeuge waren unablässig im Einsatz. Wegen der Sichtbehinderungen auf Grund des Schneefalls kam es bei Abflügen trotzdem zu Verspätungen bis zu zwei Stunden.

„Das Streichkonzert geht lustig weiter“

Bei der Lufthansa fielen bis zum frühen Nachmittag fast 70 Flüge von und nach Frankfurt aus. Da es immer weiter schneite, rechnete die Fluggesellschaft mit weiteren Ausfällen auch am Nachmittag und Abend. „Das Streichkonzert geht lustig weiter“, sagte ein Sprecher. Passagieren, die auf Inlandsflüge gebucht sind, empfahl die Lufthansa ausdrücklich, auf den Zug umzusteigen.

Im gesamten Rhein-Main-Gebiet kamen die Autofahrer ins Rutschen, bei den meisten Unfällen blieb es aber bei Blechschäden. Die Wiesbadener Polizei hatte beispielsweise am Vormittag rund 45 Unfälle gezählt. Längere Staus habe es aber in der Landeshauptstadt nicht gegeben, die meisten fuhren vernünftig. „Bei uns ist es schon heftig“, sagte Frankfurts Polizeisprecher Karlheinz Wagner. Bis zum Mittag waren die Polizisten zu mehr als 110 Unfällen im Stadtgebiet gerufen worden. Die Beamten gehen davon aus, daß noch einmal die gleiche Zahl von Unfällen ohne Polizei geregelt worden ist.

Winter läßt nicht locker

In Südhessen führte das Winterwetter in den Morgenstunden zu 17 Unfällen. Dabei wurden zwei Menschen leicht verletzt. Auf der Autobahne A 5 nahe der Raststätte Gräfenhausen durchbrach bei Schneematsch auf der Fahrbahn ein Lastwagen die Mittelleitplanke. An der Unfallstelle staute sich der Verkehr in beiden Richtungen.
Der 41jährige Autofahrer, der südlich von Fulda ums Leben kam, war beim Überholen auf der Bundesstraße 40 bei Neuhof zwischen zwei Lastwagen geraten. Dabei schleuderte sein Auto und kam von der Straße ab. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Die genaue Unfallursache war zunächst unklar, der Fahrer war aber nach Angaben der Polizei angetrunken. Den Schaden schätzt die Polizei auf 50.000 Euro.

Die Bundesstraße 253 zwischen Battenberg und Biedenkopf in Mittelhessen war bereits am Donnerstagabend an der 674 Meter hohen Sackpfeife für den Verkehr gesperrt worden. Die Räumfahrzeuge kamen nur schlecht voran. „Da steht mindestens ein Laster quer und es geht gar nichts mehr“, sagte ein Polizeisprecher.

Der Winter will nicht von Hessen lassen: Auch in den kommenden Tagen beeinflussen kleinräumige, aber kräftige Tiefs das Wetter im Land. Am Freitag überwiegen nach der Vorhersage des Wetterdienstes Meteomedia die Wolken. Südlich von Frankfurt soll schon am Vormittag Schnee fallen, der sich später bis ins nördlicher gelegene Bergland ausbreitet.

Aufgelockerte Bewölkung am Sonntag

Die Schneefallgrenze steigt bis Mittag im Rhein-Main-Gebiet auf etwa 500 Meter an, während es sonst verbreitet bis in die Täler herab schneit. Dabei sind die größten Schnee- und Regenmengen in den südlichen Landesteilen zu finden. Wind aus Südwest bis West frischt auf, und das Thermometer zeigt null bis plus vier Grad. In der Nacht auf Samstag regnet und schneit es kräftig, wobei die Schneefallgrenze allmählich auch an Rhein und Main wieder bis in die Niederungen absinkt.

Der Samstag bringt zunächst noch verbreitet Schneefall, der tagsüber aber nachläßt. Mit weiteren Schneeschauern ist jedoch zu rechnen. Es zeigt sich zwischendurch aber auch die Sonne. Bis zum Abend sollte es dann wieder weitgehend trocken sein. Die höchsten Temperaturen schwanken zwischen minus einem bis plus vier Grad.

Am Sonntag scheint bei aufgelockerter Bewölkung immer wieder die Sonne. Kurze Schneeschauer sind erst zum Abend hin möglich. Bei null bis fünf Grad bleibt es weiterhin recht kalt.

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