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Dienstag, 18. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Vulkanaschewolke über Europa Luftraum bleibt bis 20 Uhr gesperrt

 ·  Die Flugsicherung hat verfügt, alle deutschen Flughäfen bis Montag, 20 Uhr zu schließen. Lufthansa und Air Berlin kritisieren das staatliche Krisenmanagement. Ramsauer reagiert verärgert: Er sei „kein Panikminister“. Die EU-Verkehrsminister wollen an diesem Montag in einer Videokonferenz die Lage beraten.

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Marco Vogt

@Albrecht

Auch der Chef der Lufthansa ist nur deren Angestellter...

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vera schmidt
vera schmidt (vera-s) - 19.04.2010 13:44 Uhr

@sven und reinhard

auch wenn wir eine minderheit sind, ich bin da schon eher bei euch.
klar ist auch mir bewusst, welche verluste das alles mit sich bringt, dass es arbeitsplätze kosten könnte etc. etc....
dennoch ist erschreckend, wie abhängig wir uns - oft ohne not - von diesen dingen gemacht haben. der flugverkehr hat sich in den letzten jahrzehnten verfielfacht. nun, ich habe auch schon vor 30 oder 40 jahren gelebt, wo es also deutlich weniger flüge (und sonstige transporte) gab, kann mich aber nicht erinnern, bittere not gelitten zu haben. auch damals hatten wir alles, was wir zu einem bequemen leben brauchten. was also war damals - bei ca. gleicher bevölkerungszahl in europa - anders?
ebenso erschreckend ist, dass die meisten nur daran denken, dass die wirtschaft brummen, der euro rollen muss. mit welchem - psychischem, physischem und finanziellem - leid vieler menschen das eigentlich erkauft wird, danach fragt keiner.
das ist ein umstand, der für mich an kollektive perversität grenzt. jetzt werden vermutlich x-tausende menschen das erste mal in ihrem leben merken, wie schön es ohne diesen ständigen krach aus der luft ist. manche hören vielleicht zum ersten mal die vögel singen in ihrem garten.

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Wolfgang Neuber

Vollkasko Mentalität

Reisen war noch nie so bequem und so billig wie heute bzw. vorletzte Woche.
Es ist schon interessant, wie unversöhnlich und emotional die Beiträge hier aufeinandertreffen. Dabei könnte man das Problem doch ganz einfach lösen: wir entlasten den Staat von seiner Verantwortung für unsere Sicherheit (kann er die überhaupt wahrnehmen) und treffen diese Entscheidung individuell selber. Zum Beispiel durch eine Verzichtserklärung vor dem Start. Darin verzichten Passagiere und Mannschaften auf jegliche Regressforderungen gegen die Fluglinien oder die Staaten/Flugsicherung und fliegen auf eigenes Risiko im Falle eines Absturzes durch Flugasche.
Das wäre doch mal spannend, wieviele Leute dann noch fliegen würden. Ein echtes Element der Freiheit.

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Christoph Runge

Offensichtlich haben die hier "Asche spuckenden" Kommentatoren zu viel

Zeit, sich über Mayerhuber oder Ramsauer, D-Flugsicherung etc. aufzuregen.
Unternehmer hatten in den letzten Tagen sowie auch heute wichtigeres
zu tun, in dem sie z.B. eine neue Logistikkette aufzubauen haben,V - Termine
zu verlagern und und und.
Mayerhuber soll EINMAL selbst haften, indem er an den Testflügen teilnimmt!!

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perry hagedorn

endlich Frei

Bei all der Wut und der Enttäuschung es gibt auch eine andere Sicht der Dinge.
1. die Bahn wird wieder benutzt
2. Der Staat nimmt viel mehr Geld ein, denn schließlich verdient er beim Autofahrer über 80 Cent pro Liter denn wie wir ja alle wissen wir das Flugbenzin nicht besteuert (ist das sehr gerecht?)
3. Herrliche Ruhe in vielen Ballungsräumen
4. und was vorher niemand hätte für möglich gehalten, es geht auch so, das Leben läuft weiter.

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Hartmut Albrecht

"Ich bin deutscher Verkehrsminister"

und ich spreche nicht mit dem Angestellten einer Firma sondern ich spreche nur mit dem Chef, Herrn Mayerhuber", so gestern Abend im ARD-Brennpunkt der Herr Minister Ramsauer. So arrogant, wie man sich einen deutschen Minister nur ausmalen kann. In der Sache konnte er den Sprecher der LH jedoch nicht widerlegen. Die Erkenntnisse über die Asche scheinen so zuverlässig wie die Powerpoint-Präsentation von US-Außenminister Colin Powell zur Existenz irakischer Massenvernichtungswaffen.

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Richard Hauswald

wieder alle Experten versammt...

schon genial wie sich hier wieder alle Experten im FAZ Forum äußern. Jeder FAZ Leser ist wohl gleichzeitig Wissenschaftler, Wirtschaftsexperte, ehrlicher Politiker und Lotse.
GENIAL
Bei manchen Kommentaren denkt man hier unterhalten sich Bild Leser die eh alles besser wissen.
Echt traurig, einfach traurig.
Hoffe ich hab euch liebe FAZ Leser nicht vom Regieren, beraten oder den Luftraum beobachten abgelenkt.

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McKiri (McKiri) - 19.04.2010 12:10 Uhr

Schweinegrippe und Flugverbot - Glanzleistungen Berlins

Da drängt sich unweigerlich der Vergleich auf, wie vor Monaten die Regierung mit einer anderen Bedrohung umgegangen ist, nämlich der Schweinegrippe.Auch da hat die Regierung auf den Rat von Experten gehört, ohne selbst Fragen zu stellen und Untersuchungen durchzuführen. Das Ergebnis ist bekannt. Und nun vertraut der Berufspolitiker Ramsauer auf Computersimulationen und ist zu feig einzugestehen, daß er seinen Laden nicht im Griff hat und anstatt Meßflugzeuge loszuschicken (ja, auch an einem Wochenende!) hat er wohl gehofft, die Lage aussitzen zu können.
Zudem paßt es natürlich wie die Faust aufs A., daß sich staatliche Stelle nicht von wirtschaftlichen Aspekten leiten lassen. Ist auch kein Wunder, denn die glauben immer noch, daß das Geld aus dem Wasserhahn kommt. Und die Frage, für was wir den Kostenverursacher Ramsauer eigentlich brauchen, wenn er dann doch auf grünes Licht aus Brüssel/London warten muß, können wir uns auch sparen.

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Hannelore Namann

Ramsauer

Mit Arroganz soll Inkompetenz verdeckt werden. Ein entlarvender Auftritt in der ARD!

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zx10 (zx10) - 19.04.2010 11:54 Uhr

Erschreckend

Da vertraut man den Behörden und nun stellen sie sich als inkompetent heraus. Inkompetent? Nein, es geht "nur" um Verantwortung. Leider konnte man so schnell niemanden finden, dem man eine Entscheidung hätte postum in die Schuhe schieben können. Das man keine Messungen durchführt und sich nur auf "Validierte" Daten beruft hast schon etwas von Cyber-Sex. ;-) Wir fühlen und sehen nichts, wissen aber das es etwas gibt.

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Juergen Gegenfurtner

Das Geschrei und der Vertrauensverlust in der Bevoelkerung waere noch groesser,

wenn wegen der Aschewolke eine oder mehrere Maschinen abstuerzen wuerden. Dann wuerde es heissen: "Warum hat man nicht fuer mehrere Tage die Flughaefen einfach gesperrt?" - "Die Politiker und die Lobbyisten der Fluggesellschaften waren nur am Geld interessiert und nicht an der Sicherheit der Reisenden!"
Letztenendes wuerden die Fluggesellschaften dann doch die Verantwortung wieder auf die Politik abwaelzen und erklaeren, dass ja kein Verbot bestanden haette, sie deshalb nicht schuld sein koennten. Zudem waere der Konkurrenzdruck diese Firmen zu gross, um im Alleingang den Flugverkehr fuer ein paar Tage einzustellen - sogar wenn eine tatsaechlich messbare Gefahr vorhanden waere. Sie haetten wohl auch keine andere Wahl und das Leben vieler Flugzeugreisender wuerde auf dem Spiel stehen. Wollen wir wirklich noch mehr Nachrichten wie die vom Tod des polnischen Praesidenten?!
Wenn man also die Alternative bedenkt, so finde ich, dass die vorsichtige Reaktion "Leben vor Geld" bzw. "Vorsicht ist die..." die richtige ist. Natuerlich darf man nicht uebertreiben und es muessen weitere konkrete Messungen durchgefuehrt werden, aber Sicherheit der Menschen ist die erste Prioritaet, wenn man mit so einer "unbekannten" Bedrohung konfrontiert wird

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John Galt
John Galt (sziemer2) - 19.04.2010 11:02 Uhr

Ramsauer gestern im ZDF

wer auf unterstem Stammtischniveau auf begründete Fragen von betroffenen Wirtschaftsunternehmen reagiert, gehört an denselben- und nicht in ein Ministerium. LH sollte ein Hausverbot erwägen.
@ Detlef Stark: Vielen Dank für Ihre immer sachlich-informativen Kommentare zu Luftfahrtthemen. Hilft mir als Laien ungemein bei der Meinungsbildung.

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Konrad Schemer
Konrad Schemer (JLSorel) - 19.04.2010 10:22 Uhr

Inkompetenz

Es wird sich herausstellen, dass zu keinem Zeitpunkt irgendeine Gefahr bestanden hat, Herr Ramsauer wird hoffentlich zurücktreten müssen und das ganze wird als die größte anzunehmende Behördenselbstherrlichkeit und -inkompetenz in die Geschichte eingehen.

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Victor Laszlo

Die Arroganz der Politik

VM Ramsauer hat im ARD keine gute Figur gemacht. Der Pressesprecher der Lufthansa ist ihm nicht gut genug, normalerweise rede er nur mit dem Chef. Dann behauptet er es wären Messungen seitens der Behörden gemacht worden. Lächerlich, womit denn? Die Flugzeuge der DVLR stehen kaputt auf dem Hof, und die eine Maschine die flugfähig ist wir erst heute Abend so ausgerüstet sein, daß sie überhaupt Messungen vornehmen kann. Der Lufthansa dann noch vorzuwerfen, sie würde wirtschaftliches Kalkül vor die Sicherheit stellen, als ob die Sicherheit im deutschen Luftverkehr durch Ministerialerlässe erflogen wurde, ist schon eine Frechheit.
Keine Frage, Fliegen muss sicher sein, daß wollen übrigen auch jene, die in den Flugzeugen tätig sind. Aber der Sachverhalt sollte schon richtig festgestellt werden. Und da scheint der Verkehrsminister völlig überfordert zu sein. Statt souveräne Antworten zu geben enttäuscht er durch mangelnd Detailkenntnis und der typische Arroganz der politischen Klasse.

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Georges Dorgan

Italien, Österreich und Russland trotzen der Massenhysterie

Österreich hat seit Montag 5 Uhr, Italien seit Montag 7 Uhr die Lufträume wieder komplett geöffnet. Russland hat sich komplett von der Massenhysterie nicht anstecken lassen und festgestellt, dass die Konzentration der Asche in der Luft viel zu gering ist, um Flugzeuge zu gefährden. Präsident Medwedew ist sogar zur Beerdigung von Kachinsky nach Krakau geflogen. Es wird Zeit, dass die Computer-Simulationen durch richtige Daten verifiziert werden. Die Wissenschaftler sollten schneller in die Gänge kommen und bei Vulkanausbrüchen von Anfang an jeden Tag Daten erheben ähnlich dem Tsunami-Warnsystem. Das kommt billiger als Flugausfälle für 150 Mio.

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Frank Lehmann
Frank Lehmann (lefra) - 19.04.2010 09:04 Uhr

Ölpreis?

Müsste eigentlich nicht der Ölpreis sinken, wenn Europa nicht mehr fliegt? Oder wird das durch die stärkere Inanspruchnahme anderer Verkehrsmitteln wieder kompensiert?

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Frank Rudolph

Regionale Asche?

Ist die Asche über Berlin für den Flugverkehr nicht so gefährlich wie andernorts?Gibt es vielleicht über Berlin, evt. auch andernorts gar keine (für den Flugverkehr gefährliche) Asche?
Hat irgendwer, insb. die für den deutschen Luftraum Verantwortlichen, die Kontamination tatsächlich mal gemessen?
Oder welche Erklärung gibt es für die Tatsache, dass die Berliner Flughäfen, zumindest bis 24 Uhr vergangene Nacht geöffnet waren, andere Groß- und Regionalflughäfen aber (wieder) geschlossen wurden und waren.

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Sven Dormeyer

Der bequeme "Wohlstandsmensch"

zu
"Ist man sich nicht im Klaren, dass die moderne Gesellschaft, die jedem beachtlichen Wohlstand gebracht hat, nur in Form einer arbeitsteiligen und heutzutage internationalisierten Industriegesellschaft funktioniert und dazu der Luftverkehr systemrelevant ist?"
Mit anderen Worten: Hauptsache der Wohlstand ist gesichert.
Richtig - allerdings wäre es unser größter Wohlstand, wenn wir unseren Schatten überwinden könnten und von diesem falschen System absähen. Es wird uns bald noch sehr viel mehr Bequemlichkeiten kosten.
"Ist man sich denn nicht im Klaren, wieviele Arbeitsplätze an diesem Dienstleistungssektor hängen?"
Darüber bin ich mir im Klaren. Interessant wie ausweglos man so etwas aber sehen kann.
"Wollen wir den Zusammenbruch dieser Industrie mit Riesennachteilen für jeden, auch für die Luftfahrtgegner und dem Verlust des Broterwerbs vieler Menschen?"
Der von Ihnen angeführte Riesennachteil ist in meinen Augen lediglich ein Bequemlichkeitsverlust.
Ich wünsche keinem Menschen den Verlust seines Broterwerbs.
"Oder schreiben hier nur Einödbauern?"
Unnötig.
Mein Flug fällt jedenfalls auch aus. Schade oder? Ich wünsche allen eine schöne nächste Woche.
Sven Dormeyer

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Marco Vogt

Das Ganze ist ein Testlauf...

für Luftraumsperrungen im Ernstfall eines kollabierenden Wirtschaftssystems und damit verbundener Unruhen in den Mitgliedsstaaten.

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Reinhard Wolf

@ Detlef Stark Systemrelevant. Genau das ist das Problem!

Es hätte erst gar nicht so weit kommen dürfen, dass der Flugverkehr "systemrelevant" wird. Wir haben ohnehin nicht mehr lange Zeit die Möglichkeit 350 Tonnen schwere Geschosse mit 220 Tonnen Kerosin zu füttern, um uns a.) Zum Zeitvertreib alle mal schnell zu allen "Sehenswürdigkeiten" der Welt zu schaukeln, b.) 300.000 Mann starke Truppenbewegungen in ferne Teile der Welt zu organisieren, um dort eigene Interessen am schwarzen Gold zu "verteidigen" c.) Heerscharen von Bankern und Händlern durch die Welt zu torpedieren um die Ausbeutung in manigfaltiger Ausprägung so effizient zu organisieren, dass dem Leben die Luft ausgeht und der Planet verbrennt. Wenn wir jetzt, im Momemt des Stillstandes erkennen (da möchte ich mich Ihnen anschließen!), dass dies alles mittlerweile systemrelevant ist, dann sollte man ganz schnell die Notbremse ziehen und sich auf nachhaltige Strukturen besinnen, die ein energiearmes, lebens- und menschenwürdiges Leben mit allen Gütern vor Ort in Eigenverantwortung gewährleisten können. Das kann ein Leben als Einödbauer sein, aber es gibt auch sicherlich Wege, die ein dem heutigen Wohlstand ähnlichen Wolhlstand ermöglichen. Daran muß gearbeitet werden! Stattdessen machen wir uns immer abhängiger von "Systemen"!

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