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Vorreiter in Deutschland Islamische Studien an Frankfurter Universität

15.07.2010 ·  Als erste Hochschule in Deutschland wird die Frankfurter Goethe-Universität zum nächsten Wintersemester das Fach „Islamische Studien“ einführen. Damit setze die Hochschule Empfehlungen des Wissenschaftsrates in die Tat um, heißt es.

Von Stefan Toepfer
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An der Goethe-Universität wird es vom nächsten Wintersemester an das Fach „Islamische Studien“ geben. Das teilte Universitäts-Vizepräsident Matthias Lutz-Bachmann mit. Der Senat hatte sich am Mittwoch dafür ausgesprochen, den neuen Studiengang einzuführen.

„Die Goethe-Universität ist die erste in Deutschland, die dies so beschlossen hat“, hob Lutz-Bachmann im Gespräch mit der Rhein-Main-Zeitung hervor. Damit setze die Hochschule Empfehlungen des Wissenschaftsrates in die Tat um. Dieses Gremium, das Bund und Länder hochschulpolitisch berät, hatte im Januar den Aufbau entsprechender Studiengänge empfohlen.

Kooperation mit Religionsbehörde

Verantwortlich für die Lehre sind jene Professoren, deren Lehrstühle von der türkischen Religionsbehörde Diyanet gestiftet worden sind. Sie und die Universität kooperieren seit 2003 miteinander. Geplant ist, zwei weitere Professoren hinzu zu holen, die über den Bund und aus eigenen Mitteln der Universität bezahlt werden sollen.

Ömer Özsoy, Direktor des Instituts für Studien der Kultur und Religion des Islam, zeigte sich erfreut über die Einrichtung des Studiengangs. Özsoy ist seit 2006 als Stiftungsprofessor für Islamische Religion in Frankfurt tätig. Zu dem neuen Fach gehört auch die Beschäftigung mit christlicher Theologie oder Judaistik.

Mehr dazu in der Ausgabe der Rhein-Main-Zeitung vom 16. Juli 2010.

Quelle: F.A.Z.
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Jahrgang 1965, Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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