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Neues Senckenberg-Institut : Viel Platz für Forscher und Fossilien

Neu: das restaurierte Treppenhaus im neuen Frankfurter Forschungsinstitut Senckenberg im alten Gebäude der Goethe Universität Bild: Helmut Fricke

Mehr Geld hat die Senckenberg-Gesellschaft in ihrer Geschichte noch nicht in Steine und Glas gesteckt. Nach sieben Jahren Planung und gut vier Jahren Bauzeit gibt es nun viel Raum für Forscher, ihre Sammlungen und Labore.

          Es ist die bislang größte Investition in der Geschichte der Senckenberg-Gesellschaft: Die Gesellschaft für Naturforschung hat die Eröffnung des umgebauten einstigen Hauptgebäudes der Goethe-Universität an der Mertonstraße gefeiert. Nach sieben Jahren Planung und gut vier Jahren Bauzeit ist aus dem 1906 fertiggestellten Jügelhaus, das zuvor dem Lehrbetrieb diente, ein großzügiger Raum für Forscher, ihre Sammlungen und Labore geworden.

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Insgesamt gut 130 Millionen Euro, etwa 14 Millionen Euro mehr als veranschlagt, wird der Umbau kosten, der trotz der Feierlichkeiten gestern nicht ganz abgeschlossen ist. Noch sind nicht alle Büros und Sammlungen eingezogen, aber rund 22Millionen Objekte und rund 280Mitarbeiter in Räumen untergebracht, die in Sicherheit und Technik höchsten Anforderungen entsprechen. Damit können sowohl die Sammlungen als auch die Forschungsarbeit in Frankfurt in der Zukunft weiter ausgebaut werden.

          Erhellend: Nach dem Umbau sind die Zeitschichten des Jügelhauses sichtbar. Hier einer der Lichthöfe mit den Säulen von 106 und einem neuen Dach. Bilderstrecke

          Auch für den Masterplan 2, der den Umbau des Museums vorsieht, werde ein Weg gefunden, versprach der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) gestern. Dass Senckenberg, die größte unter den Leibniz-Forschungseinrichtungen, eine führende Rolle einnimmt, bestätigte gestern das Bundesforschungsministerium: Während des Festakts wurde bekannt, dass Senckenberg die neue Leitinitiative zum Artenschutz der Bundesregierung koordinieren wird. Das Sekretariat unter Führung von Senckenberg-Generaldirektor Volker Mosbrugger soll die Forschung zur Biodiversität in Deutschland bündeln.

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