Der Autobahnring um Frankfurt wird im nächsten Jahr im Osten der Stadt auf sechs Spuren ausgebaut. Hessens Verkehrsminister Alois Rhiel (CDU) teilte am Donnerstag mit, das Bundesverkehrsministerium habe die Mittel für den 34,8 Millionen Euro teuren und knapp drei Kilometer langen Streckenabschnitt der Autobahn A 661 (Oberursel-Egelsbach) freigegeben. Er rechne mit einem Baubeginn im Sommer 2007 und einer Bauzeit von zwei Jahren, sagte Rhiel. Bislang rollt der Verkehr auf dem Abschnitt auf vier Spuren.
Der Minister kündigte gleichzeitig an, den Planfeststellungsbeschluß für den umstrittenen Riederwald-Autobahntunnel im Januar zu unterschreiben. Der Tunnel steht im engen Zusammenhang mit dem Ausbau der A 661, da mit ihm die aus Osthessen kommende A 66 an den Frankfurter Autobahnring angeschlossen werden soll. Verkehrsplaner wie Autobahnkritiker rechnen mit einem starken Anstieg der Verkehrszahlen auf der A 661.
Rhiel wies daraufhin, daß für den Ausbau der bereits bestehenden Autobahn das Baurecht schon länger vorliege. Zunächst war zwischen den Frankfurter Stadtteilen Seckbach und Bornheim nur eine von zwei geplanten Richtungsfahrbahnen gebaut worden, die sich dann aber die Autofahrer für beide Richtungen teilen mussten. Mit dem Ausbau komme nun die bereits genehmigte zweite Richtungsfahrbahn hinzu. Sie verlaufe westlich der bereits bestehenden Strecke und beinhalte zwei große Talbrücken.

