26.05.2010 · Zu sieben Jahren Haft sind ein Franzose und ein Portugiese verurteilt worden, die 300 Kilogramm Haschisch auf der Ladefläche eines Sattelschleppers quer durch Europa transportierten. Bei der Ankunft am Frankfurter Osthafen waren Lastwagen und Rauschgift beschlagnahmt worden.
Ein Franzose und ein Portugiese, die 300 Kilogramm Haschisch quer durch Europa transportiert haben, sind in Frankfurt zu je sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der 42 Jahre alte Kraftfahrer aus Portugal auf Geheiß von Hintermännern Anfang dieses Jahres seine berufliche Stellung bei einer internationalen Spedition ausgenutzt hat, um auf einer Leerfahrt von Portugal über Spanien und Frankreich nach Deutschland das Rauschgift auf der Ladefläche zu transportieren. Der 52 Jahre alte französische Gastwirt begleitete den Sattelschlepper mit seinem Auto.
Das ungewöhnliche Gefährt war in Frankreich in das Visier der Polizei geraten, die die Verfolgung aufnahm. Nach der Ankunft am Frankfurter Osthafen wurden Lastwagen und Rauschgift beschlagnahmt. Vor Gericht legten beide Angeklagte umfassende Geständnisse ab. Sie hätten wenig Geld gehabt und auf den zugesagten Kurierlohn von 5000 bis 6000 Euro gehofft. Strafmildernd wirkte sich dies nicht aus. „Das war einfach zu viel Zeug, eine exorbitante Menge“, sagte Vorsitzender Richter Klaus Großmann zur Begründung.
Wahnsinn!
TOBIAS RÜGER (t.ruger)
- 26.05.2010, 20:19 Uhr
Warum nicht endlich den Ganzen Quatsch
Cornelis Clement (Cornelisbln)
- 26.05.2010, 21:59 Uhr
Zeit für eine Reform der Strafmaße
Sebastian Buch (sebastian_b)
- 27.05.2010, 01:29 Uhr