http://www.faz.net/-gzg-u83u
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 01.01.2007, 17:04 Uhr

Umwelt Zuviel Feinstaub in Frankfurt

Frankfurt ist die einzige hessische Stadt, in der 2006 der EU-Grenzwert für Feinstaub häufiger als zugelassen überschritten wurde. Laut EU sterben in Deutschland jährlich 65.000 Menschen an den Folgen von Feinstaub-Krankheiten.

© F.A.Z. - Foto Frank Roeth In Frankfurt ist die Feinstaub-Belastung zu hoch

Frankfurt ist die einzige hessische Stadt, in der 2006 der Grenzwert der Europäischen Union (EU) für Feinstaub häufiger als zugelassen überschritten wurde. An 55 Tagen wurden an der Messstation Friedberger Landstraße im vergangenen Jahr mehr als 50 Mikrogramm Feinstaubpartikel pro Kubikmeter Luft gemessen, eine Richtlinie der EU erlaubt Überschreitungen an maximal 35 Tagen im Jahr.

Die Messstationen in Kassel-Fünffensterstraße und Darmstadt-Hügelstraße verfehlten die Marke mit 34 und 33 Überschreitungen nur knapp. Das geht aus den Daten hervor, die das Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) im Internet veröffentlicht. 2005 war in Frankfurt und Kassel an je 48 und in Darmstadt an 42 Tagen der Grenzwert überschritten worden.

Mehr zum Thema

EU sieht jährlich 65.000 Feinstaub-Tote

Zur Reduzierung der Feinstaub-Belastung gelten in Frankfurt und Darmstadt Lastwagen-Fahrverbote. In Frankfurt dürfen Lastwagen über 3,5 Tonnen schon seit Dezember 2005 nicht mehr über die Friedberger Landstraße in die Innenstadt fahren. Darmstadt setzte ein Lastwagen-Fahrverbot durch die Innenstadt im Frühjahr 2006 in Kraft. In beiden Städten hatte die Wirtschaft heftig gegen die Fahrverbote protestiert. Kassel will die Luftbelastung durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs senken - Fahrverbote gibt es dort nicht.

Einer EU-Studie zufolge sterben in Deutschland jährlich 65.000 Menschen an den Folgen von Krankheiten, die durch Feinstaub aus Dieselruß, Baustaub oder Abgasen aus Industrie und Heizungen verursacht werden. Die Staubpartikel sind so fein, dass sie ungehindert in die Lunge gelangen. Dort können sie Entzündungen, Asthma, Bronchitis oder Krebs auslösen.

Quelle: FAZ.NET mit dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Umweltbonus für Ladenhüter So bekommen Sie die Prämie für Ihr E-Auto

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine Prämie für Elektroautos in Höhe von 4000 Euro beschlossen. Doch wie kommen Verbraucher an die Prämie? Und für wen lohnt der Kauf wirklich? Mehr

18.05.2016, 10:34 Uhr | Finanzen
Lastwagen mit Sprengstoff Mutmaßliche Bombenbauer bei Explosion in Türkei getötet

Bei einer Explosion im Südosten der Türkei sind Sicherheitskreisen zufolge am Donnerstag vier Menschen getötet worden. Das Innenministerium erklärte, bei den Opfern handele es sich um Kämpfer der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK. Zu der Detonation sei es gekommen, als die Rebellen einen Lastwagen mit Sprengstoff beluden. Mehr

13.05.2016, 09:37 Uhr | Politik
Kampagnenindustrie Deutsche Angsthasen

Glyphosat, Freihandel, Atomkraftwerk: Wir Deutschen fremdeln mit so manchen Dingen. Das beflügelt eine ganze politische Kampagnenindustrie. Trotz der Risikoscheu geht es uns ziemlich gut. Oder deswegen? Mehr Von Jan Grossarth

24.05.2016, 15:00 Uhr | Wirtschaft
Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat bleibt umstritten

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sprach sich mit der Aktion gegen den Einsatz des Pflanzenschutzmittels Glyphosat aus. Experten und auch die Bundesregierung streiten darüber, ob das Pflanzenschutzmittel gesundheitsschädlich ist. Mehr

17.05.2016, 18:14 Uhr | Wirtschaft
Ausländische Studienbewerber Arzt in Deutschland statt Bauer in Nepal

Im Frankfurter Studienkolleg arbeiten ausländische Uni-Bewerber hart, um in Deutschland für ihr Traumfach zugelassen zu werden. Nicht immer klappt das - dann ist Flexibilität gefragt. Mehr Von Sascha Zoske

28.05.2016, 07:01 Uhr | Beruf-Chance

Methode Misswirtschaft beim OFC

Von Jörg Daniels

Nach dem neuerlichen Insolvenzantrag des OFC stellt sich eine zentrale Frage: Gibt es überhaupt einen Ausweg aus der Sackgasse, in der die Offenbacher Kickers tiefer denn je stecken? Mehr 0