Home
http://www.faz.net/-gzh-u83u
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Umwelt Zuviel Feinstaub in Frankfurt

Frankfurt ist die einzige hessische Stadt, in der 2006 der EU-Grenzwert für Feinstaub häufiger als zugelassen überschritten wurde. Laut EU sterben in Deutschland jährlich 65.000 Menschen an den Folgen von Feinstaub-Krankheiten.

© F.A.Z. - Foto Frank Roeth Vergrößern In Frankfurt ist die Feinstaub-Belastung zu hoch

Frankfurt ist die einzige hessische Stadt, in der 2006 der Grenzwert der Europäischen Union (EU) für Feinstaub häufiger als zugelassen überschritten wurde. An 55 Tagen wurden an der Messstation Friedberger Landstraße im vergangenen Jahr mehr als 50 Mikrogramm Feinstaubpartikel pro Kubikmeter Luft gemessen, eine Richtlinie der EU erlaubt Überschreitungen an maximal 35 Tagen im Jahr.

Die Messstationen in Kassel-Fünffensterstraße und Darmstadt-Hügelstraße verfehlten die Marke mit 34 und 33 Überschreitungen nur knapp. Das geht aus den Daten hervor, die das Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) im Internet veröffentlicht. 2005 war in Frankfurt und Kassel an je 48 und in Darmstadt an 42 Tagen der Grenzwert überschritten worden.

Mehr zum Thema

EU sieht jährlich 65.000 Feinstaub-Tote

Zur Reduzierung der Feinstaub-Belastung gelten in Frankfurt und Darmstadt Lastwagen-Fahrverbote. In Frankfurt dürfen Lastwagen über 3,5 Tonnen schon seit Dezember 2005 nicht mehr über die Friedberger Landstraße in die Innenstadt fahren. Darmstadt setzte ein Lastwagen-Fahrverbot durch die Innenstadt im Frühjahr 2006 in Kraft. In beiden Städten hatte die Wirtschaft heftig gegen die Fahrverbote protestiert. Kassel will die Luftbelastung durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs senken - Fahrverbote gibt es dort nicht.

Einer EU-Studie zufolge sterben in Deutschland jährlich 65.000 Menschen an den Folgen von Krankheiten, die durch Feinstaub aus Dieselruß, Baustaub oder Abgasen aus Industrie und Heizungen verursacht werden. Die Staubpartikel sind so fein, dass sie ungehindert in die Lunge gelangen. Dort können sie Entzündungen, Asthma, Bronchitis oder Krebs auslösen.

Quelle: FAZ.NET mit dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Greenpeace Kinderkleidung vom Discounter häufig mit Chemie belastet

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat in Textilien für Kinder Umwelt- und gesundheitsschädliche Chemikalien nachgewiesen. Einige der Stoffe gelten als krebserregend. Mehr

23.10.2014, 08:55 Uhr | Finanzen
Konvoi noch nicht an Grenze angekommen

Die russischen Lastwagen mit Hilfsgütern für Luhansk in der Ukraine haben ihr Ziel am Mittwochnachmittag noch nicht erreicht. Die ukrainische Regierung hat angekündigt sie nicht ins Land zu lassen. Mehr

13.08.2014, 16:47 Uhr | Politik
Kassel und Frankfurt 1500 Kurden demonstrieren gegen IS-Terror

Mehr als 1500 Menschen haben am Wochenende in Frankfurt und Kassel für eine größere Unterstützung der nordsyrischen Kurden in Kobane demonstriert. Sie fordern unter anderem, das Verbot der PKK aufzuheben. Mehr Von Denise Frommeyer

19.10.2014, 17:06 Uhr | Rhein-Main
Mit Ebola infizierter Arzt aus dem Krankenhaus entlassen

Ein mit dem Ebola-Virus infizierter Arzt ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der US-Amerikaner war mit einem noch nicht zugelassenen Medikament behandelt worden. Mehr

22.08.2014, 09:32 Uhr | Gesellschaft
Such nach Hintermännern Putzkolonne an der roten Ampel

Indem sie Autofahrern ungefragt die Scheiben wischen, verdienen sich manche Obdachlose ein paar Cent hinzu. An die Hintermänner kommt das Ordnungsamt nicht heran. Mehr Von Katharina Iskandar, Frankfurt

24.10.2014, 19:02 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.01.2007, 17:04 Uhr

Abschied von der Taktik

Von Stefan Toepfer

Viel Misstrauen hat sich im Bistum Limburg aufgetürmt. Auch wenn ein Vertrauensaufbau zwischen den Limburgern und ihrer Diözese wichtig ist, müssen allmählich strategische Entscheidungen her. Mehr