http://www.faz.net/-gzg-8yv34

Trend-Spielzeug : Zoll zieht tonnenweise unsichere Fidget Spinner aus dem Verkehr

  • Aktualisiert am

So sieht ein Fidget Spinner aus. Bild: Hedwig, Victor

Die Drehscheiben sind nicht nur bei Jugendlichen schwer angesagt. Jetzt müssen 35 Tonnen von ihnen vernichtet werden, weil sie für kleine Kinder gefährlich sind.

          Der Zoll hat am Frankfurter Flughafen tonnenweise unsichere „Fidget Spinner“ sichergestellt. Die Handkreisel sind bei Kindern aktuell als Spielzeug schwer angesagt. Allein im Mai wurden insgesamt 35 Tonnen am Frankfurter Flughafen als unsicher eingestuft.

          Wie Mitarbeiter des Hauptzollamts am Freitag berichteten, ließen sich zum Beispiel bei manchen Kreiseln die LED-Lichter so leicht herauslösen, dass kleine Kinder sie hätten verschlucken können. Die Kreisel kamen laut Zoll in mehreren Importsendungen aus China an. Hinweise auf den Hersteller gab es weder am Produkt noch auf der Verpackung. Nun sollen die „Fidget Spinner“ vernichtet werden.

          Trendspielzeug Fidget Spinner : Nervensäge oder Nervenschoner?

          Zehn oder 20 Sekunden zwirbelt ein Spinner für gewöhnlich – vorausgesetzt, er kann so lange auf der Fingerkuppe balanciert werden. Beim Drehen erzeugen Spinners teils Muster oder Bilder, neue Modelle blitzen auf oder leuchten im Dunkeln. Videos im Internet zeigen auch Exemplare, die minutenlang frei drehen. Auf der Straße in New York kosten die Teile wenige Dollar, im Online-Handel gibt es aber auch Edel-Modelle für umgerechnet mehrere Hundert Euro. Aber viele Lehrer haben die Drehscheiben schon satt.

          Der Spinner-Hype mag erst ein paar Wochen alt sein, doch die Idee dazu hatte Catherine Hettinger bereits in den 80er Jahren. 1997 meldete sie ein entsprechendes Patent für das Spielzeug an, das junge Kinder ablenken und beruhigen soll. Weil ihr Patent auslief, verdient sie an den vielen Spinners-Fans heute allerdings kein Geld.

          Quelle: hade./dpa/EPD

          Weitere Themen

          War krass

          Deutsche Schüler in Auschwitz : War krass

          Warum wollen junge Deutsche Auschwitz sehen? Was wissen sie darüber? Wäre es nicht einfacher, wenn keiner eine Ahnung hätte, wie Deutsche fabrikmäßig Menschen töteten? Drei Tage in Oświęcim mit Schülern aus einer Kleinstadt.

          Traumatisierte Kinder in Mossul Video-Seite öffnen

          Kriegsfolgen : Traumatisierte Kinder in Mossul

          Nach der jahrelangen Belagerung durch die IS-Miliz sind die Menschen in der irakischen Stadt Mossul traumatisiert. Besonders Kinder leiden unter dem Erlebten. Spezielle Lehrer-Coachings geben den Pädagogen Rüstzeug an die Hand, um ihren Schülern zu helfen.

          Assad-Regime bombardiert weiter Video-Seite öffnen

          In Schutt und Asche : Assad-Regime bombardiert weiter

          Aufnahmen der syrischen „Weißhelme“ sollen die Hilfsaktionen in den zerstörten Gebieten zeigen. Die Helfer ziehen Kinder aus komplett zerstörten Häuser. Laut der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sollen rund 160 Menschen, darunter ca. 40 Kinder bei den Angriffen gestorben sein.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Schweigeminute am Mittag : Schule in Lünen öffnet nach Bluttat wieder

          Nach der Bluttat wird in der Schule in Lünen der Unterricht nach Plan wieder aufgenommen. Eine Schweigeminute am Mittwochmittag unterbricht die tägliche Routine. Der 15-jährige mutmaßliche Täter soll dem Haftrichter vorgeführt werden.

          Schadstoffbelastung : Die Stadtluft wird ein bisschen besser

          Im Kampf gegen Schadstoffbelastung der Luft fordern Umweltschützer Fahrverbote. In Stuttgart und anderen Städten wurde 2017 aber weniger Stickstoffdioxid gemessen. Die Autoindustrie sieht sich bestätigt.

          Türkische Offensive : Tausende Menschen auf der Flucht

          Humanitäre Organisationen sorgen sich angesichts der türkischen Offensive um Hunderttausende Menschen in den Kurdengebieten. Die Linkspartei fordert den Abzug deutscher Truppen aus dem Stützpunkt in Konya.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.