Auf dem Frankfurter Flughafen sind zwei Flugzeuge fast zusammengestoßen, weil der Tower nicht vorschriftsgemäß besetzt war. Drei Fluglotsen und eine Flugdatenbearbeiterin wurden wegen „eklatanten Verstoßes gegen Vorschriften“ sofort vom Dienst suspendiert, teilte die Deutsche Flugsicherung am Dienstag in Langen bei Frankfurt mit.
Bei dem Vorfall in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli war gegen 02.00 Uhr morgens eine zweimotorige Cessna statt auf der Startbahn von einem Rollweg gestartet. Dabei überflog die Maschine in nur 20 bis 30 Metern Höhe eine Boeing 737, die zu einem Probelauf der Triebwerke auf dem Rollweg stand. Die für die Sicherheit des Flugbetriebs zuständige Besatzung des Towers bemerkte den Vorfall nicht. Sie wurde erst durch den Piloten der startenden Maschine informiert.
Zum Zeitpunkt des Beinahe-Unglücks befand sich nach Angaben der Flugsicherung nur ein Fluglotse wirklich an seinem Arbeitsplatz. Die anderen Mitarbeiter seien zwar anwesend gewesen, hätten aber geredet oder gelesen. Vorschriftsmäßig müssten im Tower immer zwei der drei Flutlotsen permanent arbeiten, sagte der Sprecher der Flugsicherung, Axel Raab. Die Flugdatenbearbeiterin dürfe auch mal eine Pause machen.
Mit ihrer Suspendierung müssen die vier Beschäftigten laut Raab Gehaltseinbußen hinnehmen. Sie dürfen nicht mehr im Tower arbeiten, sondern werden in andere Bereiche der Flugsicherung versetzt.
Warum wird das erst nach Wochen publik?
Winfried Heuser (achtsohn)
- 04.08.2009, 23:15 Uhr
Made in Germany?
Max Maximus (maxmaximus)
- 04.08.2009, 23:54 Uhr
Das tapfere Schweizerlein.
Martin Hofmann (courtman)
- 05.08.2009, 01:42 Uhr

