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Termine 2006 : Fußball, Mozart, Altstadtpläne - und die "Stones" im Stadion

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In diesem Jahr treffen sich zwar die besten Balltreter und ihre Fans zur Fußball-Weltmeisterschaft am Main. Aber ein Blick in den Kalender zeigt, daß 2006 neben dem Sport-Spektakel auch sonst einiges zu bieten hat.

          In diesem Jahr treffen sich zwar die besten Balltreter und ihre Fans zur Fußball-Weltmeisterschaft am Main. Aber ein Blick in den Kalender zeigt, daß 2006 neben dem Sport-Spektakel auch sonst einiges zu bieten hat.

          Freilich wird sich kaum ein Frankfurter dem Kampf ums runde Leder und dessen Vermarktung entziehen können, nicht einmal die Binnenschiffer. Pünktlich zur Eröffnung der WM am 9. Juni wird zwischen Ignatz-Bubis-Brücke und Alter Brücke eine schwimmende Leinwand verankert. Vom Mainufer aus können die Verlierer der Ticketlotterie dann alle Spiele unentgeltlich sehen. Auch die Hochhäuser der Stadt dienen drei Tage als Projektionsfläche. Vom 3. bis zum 5. Juni werden Sportmotive an die Fassaden projiziert. Fünf Spiele können die glücklichen Kartenbesitzer im Frankfurter Stadion live sehen. Die Höhepunkte sind das Vorrundenspiel zwischen den Niederlanden und Argentinien am 21. Juni und das Viertelfinale am 1. Juli, an dem womöglich die Brasilianer mitwirken, die Anfang Juni im Luxus-Quartier im Taunus absteigen. Den Einzelhandel wird es freuen, die Kirchen sicher nicht: an den fünf WM-Sonntagen und an Fronleichnam dürfen Geschäfte von 14 bis 20 Uhr öffnen. Entscheidend für die Fußballregion sind außerdem der 13. und 14. Mai, das letzte Bundesliga-Wochenende. Spätestens dann entscheidet sich, ob der FSV Mainz 05 und Eintracht Frankfurt weiter in der ersten Liga spielen werden.

          Wer die schönen Künste dem rauhbeinigen Treiben auf dem grünen Rasen vorzieht, wird 2006 ebenfalls auf seine Kosten kommen. Das Musikjahr steht im Zeichen Mozarts. Dem 250. Geburtstag des Komponisten widmen die Kulturschaffenden in der Region zahlreiche Sonderveranstaltungen. Klassiker wie "Die Zauberflöte" und "Don Giovanni" führt zum Beispiel die Frankfurter Oper auf. Wer es aktueller mag, kann eines der Konzerte bekannter Bands und Solo-Künstler besuchen, die im neuen Jahr am Main Station machen: Schon am 26. Januar treten "Depeche Mode" in der Festhalle auf, gefolgt von Santana am 18. Mai und Eric Clapton am 3. Juni. Liza Minelli singt am 5. März in der Alten Oper. Am 14. Juli sollen die "Rolling Stones" die Commerzbank-Arena füllen. Der Auftritt von Bon Jovi ist der Höhepunkt des Hessentags in Hessisch-Lichtenau vom 26. Mai bis 4. Juni. Neues bietet die Musical-Szene: Anfang Januar gastieren "Abbafever" in der Alten Oper und "Aida" im Niedernhausener Rhein-Main-Theater.

          Entscheidungen fallen 2006 nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern zum Beispiel auch in der Politik. Die wichtigsten Wahlen finden am 26. März statt: die hessischen Kommunalwahlen und die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz. Für die hessischen Landtagsabgeordneten beginnt das neue Jahr mit einer Gehaltserhöhung. Im Januar steigen die Diäten um 2,14 Prozent. Offenbachs Oberbürgermeister Gerhard Grandke (SPD) verabschiedet sich im Januar aus der Politik und wechselt in die Wirtschaft, als Geschäftsführer der OFB-Projektgesellschaft. Den politischen Abschied hat der ehemalige Außenminister Joseph Fischer schon hinter sich. Trotzdem wird er am 15. Februar wieder die Medien beschäftigen. Fischer wird im Rechtsstreit zwischen Batschkapp-Chef Ralf Scheffler und dem Magazin "Focus" vor der 3. Strafkammer des Landgerichts aussagen. Die Zeitschrift hatte behauptet, Scheffler sei in den siebziger Jahren ein "passionierter" Schläger gewesen. Die Diskussion um die Neugestaltung der Altstadt dürfte Ende März einen neuen Höhepunkt erreichen. Dann will Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) das Technische Rathaus von der Deutschen Immobilien-Leasing für 70 Millionen Euro zurückkaufen. Für Raucher wird 2006 wohl kein gutes Jahr. Spätestens bis zum Weltnichtrauchertag werden die Raucherabteile in den Regionalzügen abgeschafft.

          2006 ist auch in Hessen ein Jahr der Jubiläen: Im Januar wird das Statistische Bundesamt in Wiesbaden 60 Jahre alt. Eine vergleichsweise liberale Verfassung unterzeichnete Kurfürst Wilhelm II. von Hessen-Kassel vor 175 Jahren, und vor 150 Jahren gründete der Bankier Sonnemann den "Frankfurter Geschäftsbericht", aus dem die "Frankfurter Zeitung" hervorging, die Vorgängerin dieser Zeitung. (köni.)

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