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Suche mit Flugblättern Rucksack von vermisstem Millionärssohn entdeckt

04.12.2009 ·  Der amerikanische Millionärssohn Devon Hollahan ist nach wie vor verschwunden. Seinen Rucksack hat die Polizei mittlerweile untersucht, aber noch immer keine heiße Spur. Hollahans Vater sucht in Frankfurt unterdessen weiter mit Flugblättern auf Deutsch und Englisch nach seinem Sohn.

Von Katharina Iskandar, Frankfurt
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Die Polizei hat im Fall des vermissten Amerikaners Devon Hollahan einen neuen Ermittlungsansatz: Wie sich am Freitag herausstellte, gehört ein Rucksack, der in der Nähe der Taunusanlage gefunden worden war, dem jungen Mann. Darin befanden sich persönliche Gegenstände Hollahans wie Kleidung und eine Digitalkamera, von denen sich die Beamten nun weitere Hinweise erhoffen, was mit dem 22 Jahre alten Amerikaner, der vor zwei Wochen nach einem Konzert in der „Batschkapp“ verschwunden war, geschehen sein könnte.

Der schwarz-graue Rucksack ist nach Angaben der Polizei schon am Tag des Verschwindens in der Innenstadt gefunden worden. Da sich in ihm tschechische Unterlagen des in Prag lebenden Millionärssohns befunden haben, die Vermisstenanzeige zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht vorlag, war die Tasche zunächst an die tschechische Botschaft in Berlin geschickt worden. Erst später konnte durch einen Leihbeleg der Prager Schule, an der Hollahan unterrichtete, eine Verbindung zu dem Vermissten hergestellt werden. Inzwischen ist der Rucksack im Polizeipräsidium auf weitere Spuren untersucht worden.

Laut Polizei bislang keine Verdächtigen

Den genauen Fundort wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen. Dem Vernehmen nach wurde die Tasche aber von einem Sicherheitsmann - wahrscheinlich einer Bank - in der Nähe der Taunusanlage gefunden, wo sich Hollahan nach dem Konzert mit einem Freund aufgehalten haben soll.

Welche Rolle dieser Freund möglicherweise beim Verschwinden von Devon Hollahan gespielt hat, ist nach wie vor ungeklärt. Die Ermittler haben sich zwar eingehend mit dem jungen Mann befasst, der ebenfalls Amerikaner ist und in Prag lebt. Als tatverdächtig gelte er aber nicht, so ein Polizeisprecher. Darüber hinaus gebe es auch sonst keine Verdächtigen, die in Verbindung mit dem Verschwinden von Hollahan stehen könnten - auch nicht aus dem Kreis derjenigen, die mit dem Amerikaner am Abend seines Verschwindens in einem Hotel am Allerheiligentor auf einer „After Show Party“ gefeiert hatten.

Nicht zwingend ein Verbrechen

Obwohl der Rucksack bei den Ermittlungen hilfreich sei, „bedeutet der Fund nicht zwingend, dass Devon Hollahan einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist“, machte gestern ein Polizeisprecher deutlich. Nach wie vor sei denkbar, dass der Amerikaner aus Gründen, die man nicht kenne, untergetaucht sei. „Wir haben bisher Puzzleteile, können diese aber noch nicht zu einem Bild zusammensetzen.“

In den vergangenen Tagen hat die Polizei außer dem Main auch die Weiher im Holzhausenpark und hinter dem Hilton Hotel abgesucht - allerdings ohne Ergebnis.

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