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Studie Alkohol ist Lieblingsdroge bei Frankfurter Schülern

14.09.2009 ·  Fast die Hälfte der 15- bis 18-Jährigen war im zurückliegenden Monat mindestens einmal betrunken. Damit ist Alkohol bei Frankfurts Schülern mit Abstand die Droge Nummer Eins. Das geht aus der Frankfurter Drogentrendstudie 2008 hervor.

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Alkohol ist bei Frankfurter Schülern mit Abstand die beliebteste Droge. Fast die Hälfte der 15- bis 18-Jährigen gibt an, im zurückliegenden Monat mindestens einmal betrunken gewesen zu sein, etwa genau so viele wie in den vergangenen Jahren. Rauchen ist bei den Jugendlichen dagegen deutlich weniger populär als noch vor fünf, sechs Jahren. Nur noch knapp jeder Vierte greift täglich zur Zigarette, fast ein Drittel weniger als noch vor einigen Jahren, wie Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) in Frankfurt bei der Vorstellung der Drogentrendstudie 2008 sagte.

„Rauchen ist im Moment out“, sagte Renate Lind-Krämer vom Drogenreferat. Als Ursache nannten die Fachleute das öffentliche Rauchverbot und den damit verbundenen Imageverlust. Auch der Trend zum Shisha-Rauchen ebbe ab. Harte Drogen werden dagegen erstmals seit einigen Jahren wieder etwas häufiger genommen, dies gilt vor allem für Kokain und Speed (Amphetamine). Der Cannabis-Konsum der Schüler in Hessens größter Stadt stagniert. Jeder fünfte Schüler gab an, mehr als 40 Stunden in der Woche vor dem Computer und dem TV zu sitzen, wobei Jungen deutlich häufiger als Mädchen am Bildschirm spielen. Das größte Suchtpotenzial dabei haben nach Darstellung der Experten online-Rollenspiele. Von einer behandlungsbedürftigen online-Sucht sprechen sie, wenn 35 Stunden pro Woche gespielt wird.

Koma-Saufen

Für die siebte Drogentrendstudie befragten Bernd Werse und sein Forscherteam von der Frankfurter Uni im Auftrag des Drogenreferats rund 1.500 Schüler an 20 allgemeinbildenden und Berufsschulen. Frankfurt gilt als die erste deutsche Stadt, die regelmäßig Jugendliche nach ihrem Freizeit- und Drogenverhalten fragt.

71 Prozent der Schüler gaben an, im vergangenen Monat Alkohol getrunken zu haben, 14 Prozent sogar mindestens zehnmal. Sieben Prozent becherten mindestens einmal bis zur Bewusstlosigkeit. „Die ersten Erfahrungen mit Alkohol - im Schnitt mit 13 Jahren - finden in Deutschland viel zu früh statt“, sagte Lind-Krämer. Bei vielen erreiche der Alkohol-Konsum bereits mit 16 Jahren den Höhepunkt, wenn sie erstmals überhaupt Bier trinken dürften. Das sogenannte Koma-Saufen sei dabei aber oft auf Unerfahrenheit zurückzuführen. Besonders gefragt seien Bier und Bier-Mix-Getränke, zum sogenannten Vorglühen auch harte Alkoholika, so die Fachleute.

Cannabis-Konsum

Alkohol habe nicht mehr das Image einer Looser-Droge (Verlierer-Droge), sondern diene vielen jungen Leute offenbar als Hilfsmittel, um stärker werdenden Leistungsdruck zu reduzieren, sagte Rottmann. Speed sei ebenfalls eine Art Durchhaltedroge, sagte die Leiterin des Drogenreferats Regina Ernst.

Das Einstiegsalter bei Cannabis sei mit knapp 15 Jahren zwar unverändert, nur noch ein Drittel der Befragten gab aber an, Cannabis bereits einmal probiert zu haben. 2002 waren es noch 46 Prozent. Die Zahl der Jugendlichen, die im letzten Monat vor der Befragung keine legale oder illegale Droge zu sich genommen haben, ist ebenfalls gestiegen und liegt seit einigen Jahren bei 25 Prozent.

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