23.06.2006 · Im Zuge der Stürmung des „Café Koz“ auf dem Campus Bockenheim nahm die Polizei 49 Personen fest - und handelte unverhältnismäßig, wie Studentenvertreter meinen. Deshalb wollen sie rechtliche Schritte einleiten.
Studentenvertreter der Frankfurter Universität haben am Freitag rechtliche Schritte gegen die Frankfurter Polizei angekündigt. Die Stürmung einer „Solidaritätsparty“ in einem Studenten-Café auf dem Campus Bockenheim nach Straßenblockaden und Sachbeschädigungen in der Nacht zum Donnerstag ist nach Meinung des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) „unverhältnismäßig“ ausgefallen. Dabei waren 49 Personen, darunter auch die Pförtner des Uni-Gebäudes festgenommen worden.
Eine Studentin berichtete, sie sei von Polizisten gepackt und zu Boden geworfen worden, obwohl sie sich nicht zur Wehr gesetzt habe. Andere Studenten erzählten, einigen Festgenommenen sei die Benutzung der Toilette untersagt worden. Außerdem seien Kabelbinder zur Fesselung der Handgelenken zu fest angezogen gewesen.