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Stadtpflege Taubenjäger in Frankfurt: Großes Interesse an Wüstenbussarden

23.01.2004 ·  In Frankfurt gibt es ungeheuere Mengen von Tauben, die viel Dreck machen. „Ronja“ und „Tarzan“ sollen das ändern. Unter großem Medienandrang wurde das Wüstenbussard-Pärchen vorgestellt, das in der Innenstadt Tauben verjagen soll.

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Die Greifvögel werden an der frisch renovierten Alten Oper und der Hauptwache eingesetzt, wie der Leiter der Stabsstelle „Sauberes Frankfurt“, Peter Postleb, sagte. Die Bussarde sollen verhindern, daß Taubenkot historische Gebäude verschmutzt oder beschädigt. Ein Wüstenbussard-Pärchen soll die Tauben in der Frankfurter Innenstadt verjagen. Die Greifvögel werden vom 2. Februar an täglich etwa fünf Stunden an der frisch renovierten Alten Oper ihre Kreise ziehen, wie der Leiter der Stabsstelle „Sauberes Frankfurt“, Peter Postleb, am Donnerstag in Frankfurt sagte. Die amerikanischen Bussarde (Harris Hawk) sollen mit ihrem Flug in 10 bis 15 Metern Höhe verhindern, daß Taubenkot historische Gebäude verschmutzt und beschädigt.

Das Pilotprojekt sei in Deutschland einzigartig; in Holland, England und den USA würden Greifvögel aber bereits erfolgreich als Tauben-Vertreiber eingesetzt, sagte Postleb. Die Wüstenbussarde, die häufig nicht korrekt als Falken bezeichnet würden, verscheuchten die Tauben nur, töteten sie aber nicht.

„In Frankfurt gibt es ungeheuere Mengen von Tauben“

Das Projekt ist auf einige Wochen angelegt, weil die Stadtverwaltung von einem Lerneffekt der Tauben ausgeht. „Irgendwann kapieren sie, daß sie an bestimmten Orten gejagt werden und lassen sich woanders nieder und zwar hoffentlich in der Nähe von Grünflächen“, sagte Postleb. Dann werde das Pärchen eines Falkners aus dem nordrhein-westfälischen Siegen nur noch bei Bedarf auf Tour geschickt.

Bis zum Start des Projekts werden die Wüstenbussarde zur Eingewöhnung einige Kurzflüge durch die City unternehmen. Das erste Mal waren sie bereits Anfang der Woche unterwegs und vertrieben dabei Hunderte von Tauben von der Alten Oper. „In Frankfurt gibt es ungeheuere Mengen von Tauben und sie vermehren sich satt“, sagte Postlep. So brüteten sie bis zu zehn Mal im Jahr. Die Kosten für Schutz und Reinigung historischer Gebäude bezifferte Postleb auf mehrere Millionen Euro.

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