18.04.2007 · Die Leser der Frankfurter Allgemeinen Zeitung haben ein Herz für soziale Anliegen. 546.000 Euro spendeten sie im Zuge der Aktion „F.A.Z.-Leser helfen“. Das Geld kommt belasteten Kindern und Demenzkranken zugute.
Von Manfred KöhlerDie Leser dieser Zeitung haben ein Herz für soziale Anliegen. 546.000 Euro spendeten sie in den vergangenen Monaten im Zuge der Aktion „F.A.Z.-Leser helfen“. Das Geld wird zum einen psychisch belasteten Kindern und Jugendlichen, zum anderen Demenzkranken zugute kommen.
Beim einem Empfang im Redaktionsgebäude erinnerte Werner D’Inka, Herausgeber der F.A.Z., daran, dass das Ziel der Redaktion, Investitionen in sozialen Einrichtungen zu ermöglichen, ohne die Leser nicht zu erreichen wäre. „Es ist nicht unsere, sondern Ihre Aktion.“
Behutsame Berichterstattung über Patienten
Wie berichtet, soll das Geld einerseits dazu beitragen, dass das Institut für analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie im Frankfurter Westend sein Haus erweitern kann, wodurch die Behandlungsmöglichkeiten zum Beispiel für Kleinkinder, die immer nur schreien, verbessert werden. Andererseits soll das Altenheim Santa Teresa des Frankfurter Caritasverbands die Möglichkeit erhalten, seine ambitionierte Betreuung von Demenzkranken weiter zu verbessern. So soll ein Garten speziell für diese Klientel angelegt werden, außerdem will das Heim gemeinsame Wohnzimmer so einrichten, dass sich die Bewohner an alte Zeiten erinnert fühlen, was ihnen die Orientierung erleichtert.
D’Inka dankte nicht nur den Spendern, sondern auch der Frankfurter Sparkasse und der Frankfurter Volksbank, die seit Jahren die Spendenkonten unentgeltlich führen, außerdem den Unternehmen und Institutionen, in deren Gebäuden in den zurückliegenden Monaten sonntags Lesungen für Kinder stattfanden. Das waren neben der Volksbank Mercedes-Benz, IBM, Rapp’s Kelterei und der Hessische Rundfunk. Zu den Förderern dieser Veranstaltungsreihe zählt auch das Unternehmen Hassia.
Claudia Burkhardt-Mußmann vom Institut für analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie dankte für die behutsame Berichterstattung über die Patienten der Einrichtung. Caritasdirektor Hartmut Fritz äußerte, es sei gut, dass schutzwürdige Gruppen am Beginn und Ende des Lebens bedacht worden seien – kranke Kinder und schwerkranke Senioren.