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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Spendenaktion Bessere Betreuung für behinderte Kinder

 ·  Im Sozialpädiatrischen Zentrum am Clementine-Hospital werden jährlich rund 1000 Kinder mit Entwicklungs- und Verhaltensstörungen, Behinderungen und Erkrankungen des Nervensystems betreut. Für den Bau neuer Räume hatten F.A.Z.-Leser rund 700.000 Euro gespendet.

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Hell, farbenfroh und großzügig geschnitten sind die neuen Räume des Sozialpädiatrischen Zentrums, in denen von nun an behinderte und entwicklungsgestörte Kinder betreut werden. Grün-, Blau- und Gelbtöne der Außenfassade wiederholen sich im Inneren des Gebäudes, wo für Fußböden, Badezimmerkacheln und Wände dasselbe Farbspektrum verwendet wurde.

Die Zeiten, da Eltern mit ihren Kindern oft mehrmals in der Woche das düstere Domizil an der Südseite des Hauptbahnhofs aufsuchen mussten, sind damit endgültig vorbei. Von diesem Mittwoch an finden sie ihre Ärzte und Therapeuten in dem fünfgeschossigen Neubau auf dem Gelände des Clementine-Kinderhospitals, der außer einer angenehmeren Umgebung weitere Vorteile mit sich bringt.

Kürzere Wartezeiten

Wartezeiten von zwei bis drei Monaten aufgrund der ehedem beengten räumlichen Verhältnisse und weite Wege zum Beispiel zu einer Blut- oder Ultraschalluntersuchung im Clementine-Krankenhaus gehören nunmehr der Vergangenheit an. Auch wenn ein Kind plötzlich stationär behandelt werden muss, erweist sich die unmittelbare Nachbarschaft der beiden medizinischen Einrichtungen als große Erleichterung.

Die Vorstandsvorsitzende des Clementine-Kinderhospitals – Dr. Christ’sche Stiftung, Barbara Reschke, hebt hervor, dass die ohnehin gute Zusammenarbeit von Krankenhaus und Sozialpädiatrischem Zentrum nun noch intensiver werde. Die Mitarbeiter könnten sich jetzt noch schneller und effizienter austauschen. Von dieser engeren Verzahnung profitierten die Patienten und ihre Eltern, so Reschke.

Das Millionenprojekt wäre ohne die Leser dieser Zeitung nicht zustande gekommen. Sie hatten im Winterhalbjahr 2002/2003 rund 700.000 Euro gespendet, damit der Neubau für das Sozialpädiatrische Zentrum des Vereins Arbeits- und Erziehungshilfe errichtet werden konnte. Jährlich werden dort rund 1000 Kinder mit Entwicklungs- und Verhaltensstörungen, mit Mehrfachbehinderungen, Anfallsleiden, Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur ambulant betreut. Rund ein Drittel dieser Patienten kommt aus den umliegenden Landkreisen und sogar aus anderen Bundesländern.

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