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Soziales Hospiz St. Katharina will Pflege Todkranker intensivieren

 ·  Die Pflege todkranker Menschen im Hospiz St. Katharina und die Unterstützung für Angehörige sollen nach den Plänen des Trägervereins der Einrichtung in diesem Jahr intensiviert werden. Das hat Marianne Behrend-Backhus, Geschäftsführerin des Hospizes, angekündigt.

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Die Pflege todkranker Menschen im Hospiz St. Katharina und die Unterstützung für Angehörige sollen nach den Plänen des Trägervereins der Einrichtung in diesem Jahr intensiviert werden. Das hat Marianne Behrend-Backhus, Geschäftsführerin des Hospizes, angekündigt. Gemeinsam mit Albrecht Encke, dem Vorsitzenden des Hospizvereins und früheren Chefarzt für Chirurgie am Universitätsklinikum, bat sie um Spenden für diese Arbeit. Bei einem Empfang für bisherige Spender bedankten sich Behrend-Backhus und Encke für die schon geleistete Unterstützung.

Im Mai 2005 war das Hospiz eröffnet worden. Dort können Menschen in Würde ihre letzte Lebensphase verbringen. Neun Zimmer gibt es für sie. Seit dem Bestehen des Hospizes sind dort 80 Menschen gestorben, wie Encke sagte. Die meisten Bewohner leiden an nicht mehr heilbaren Krebserkrankungen. Das Hospiz befindet sich im aufwendig umgebauten Erdgeschoß eines Gebäudes auf dem Gelände des Katharinenkrankenhauses, zu dem auch das Personalwohnheim und der Verwaltungstrakt der Klinik sowie eine Krankenpflegeschule gehören. Es ist das erste Haus dieser Art in Frankfurt.

Die Inneneinrichtung wurde finanziert aus der Aktion "F.A.Z.-Leser helfen" des Winterhalbjahrs 2004/2005. Dafür waren 274 000 Euro zusammengekommen. Encke bedankte sich gestern bei allen, die die Einrichtung finanziell unterstützt haben, darunter vielen Einzelspendern, von denen einige an dem Empfang gestern teilnahmen, Stiftungen sowie weiteren Organisationen und Initiativen, etwa dem "Pfennig-Bazar".

Unterstützung braucht der Trägerverein weiterhin, weil er zehn Prozent der Hospizkosten selbst tragen muß. Weitere zehn Prozent zahlen die Bewohner, 80 Prozent die Kassen. Erfahrungsgemäß liege der Trägeranteil bei 15 Prozent, was 95 000 Euro im Jahr entspreche, so Behrend-Backhus. Nötig sei eine zusätzliche Pflegekraft, da die Nachfrage nach Plätzen im Hospiz gut sei. Eine halbe Stelle koste etwa 25 000 Euro im Jahr, so die Geschäftsführerin. Derzeit arbeiten in dem Hospiz 14 Pflegekräfte auf 10,5 Stellen.

Für die Einstellung einer weiteren Pflegekraft warb Behrend-Backhus genauso um Spenden wie für die Stärkung der Arbeit mit Ehrenamtlichen; deren Tätigkeit wird von einem hauptamtlichen Mitarbeiter koordiniert, der zu zwei Drittel von dem Trägerverein bezahlt wird. 25 Ehrenamtliche arbeiten derzeit in dem Hospiz, in der Hauswirtschaft oder in der Begleitung Sterbenskranker. Alle Freiwilligen belegen einen Grundkursus; wer Bewohner intensiv begleiten will, wird vom Bürgerinstitut, dem vormaligen Institut für Sozialarbeit, ausgebildet. 13 neue Freiwillige werden in diesem Jahr geschult. Auch diese Kurse bezahlt der Verein.

Verstärkt werden soll von diesem Jahr an auch die Hilfe für Angehörige, etwa mit der Bildung einer "Trauergruppe", wie Behrend-Backhus sagte. Angehörige und Freude würden bewußt in das Hospiz integriert, fügte Katrin Pithan hinzu. Sie leitet das Hospiz. Auch wenn ein Bewohner gestorben ist, werden die Angehörigen nicht allein gelassen. "Denn Abschied nehmen zu können ist wichtig. Dabei helfen wir." (toe.)

(Weitere Informationen, auch zu Möglichkeiten, das Hospiz zu unterstützen, gibt es auf der Internetseite www.hospiz-sankt-katharina.de.)

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Von Matthias Alexander

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