17.12.2009 · Nach einem gewalttätigen Übergriff auf einen U-Bahn-Fahrgast in Frankfurt im Oktober ist eine 17 Jahre alte Schülerin zu einem Jahr Bewährungsstrafe verurteilt worden. Vor Gericht legte die Frau ein Geständnis ab und ersparte den Richtern eine Beweisaufnahme mit Zeugenvernehmungen.
Nach einem gewalttätigen Übergriff auf einen U-Bahn-Fahrgast ist eine 17 Jahre alte Schülerin zu einem Jahr Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Frankfurt gab das Strafmaß im Anschluss an die nichtöffentliche Verhandlung bekannt. Als Bewährungsauflage hat das Mädchen einen schriftlichen Entschuldigungsbrief an das Opfer zu verfassen sowie ein Anti-Gewalt-Seminar zu besuchen.
Der Vorfall hatte sich im Oktober dieses Jahres in einem Triebwagen der Linie U 1 abgespielt. Zwischen der Angeklagten und zwei ihr bekannten Frauen war es zu einer lautstarken Auseinandersetzung gekommen, die das spätere 51 Jahre alte Opfer schlichten wollte.
Opfer aus dem Zug geschubst
Der wie die Frauen ebenfalls stark angetrunkene Mann wurde schließlich an der Station Zeilweg aus dem Wagen geschubst, kam zu Boden und wurde derart geschlagen und getreten, dass er drei Rippenbrüche und mehrere Kopfverletzungen erlitt. Er musste im Krankenhaus behandelt werden.
Vor Gericht legte die Frau ein umfassendes Geständnis ab und ersparte den Richtern damit eine aufwendige Beweisaufnahme mit Zeugenvernehmungen. Weil die von ihr ausgedrückte Reue einen glaubwürdigen Eindruck auf das Gericht machte, erhielt sie trotz einschlägiger Vorstrafen die Bewährungsstrafe.
Unglaublich
Lothar Wölfel (LWoelfel)
- 17.12.2009, 19:31 Uhr
Kuschelpädagogik ist Teil des Kriminalitätsproblems
Christian Köhler (KoehlerChris)
- 21.12.2009, 15:40 Uhr