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Veröffentlicht: 21.04.2017, 14:27 Uhr

Frankfurter Nordend Menschenkette für mehr Sicherheit

Eine Menschenkette zieht sich durch Frankfurt. Schüler und Eltern demonstrieren gegen rücksichtlose Verkehrsteilnehmer - und auch gegen Elterntaxis.

© Junker, Patrick Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Eltern und Schüler bilden Menschenkette im Frankfurter Nordend.

Mit einer Menschenkette haben Schüler, Eltern und Lehrer in Frankfurt auf Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht. Nach Angaben der Organisatoren und der Polizei beteiligten sich 2500 Menschen an der Aktion am Freitagmorgen. Quer durch das Nordend reichten die Teilnehmer ein Staffelholz mit einem Stadtplan, auf dem 35 Risikostellen für Schüler im Straßenverkehr markiert sind. Der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) nahm den Stadtplan in der Holzhausenschule, dem Endpunkt der Menschenkette, entgegen.

Oesterling war einst selbst Schüler an der Holzhausenschule. Am Freitag sagte er, er habe als Fußgänger vor der Schule lange auf Grün warten müssen - ein Problem, dass auch viele Schüler hätten. „Diese Ampel wird am Ende des Jahres nicht mehr so geschaltet sein, wie sie jetzt geschaltet ist“, kündigte er an. Auch andere Problemstellen sollten überprüft werden.

„Die Kinder haben Angst“

Aufgerufen zu der Demo hatte ein Aktionsbündnis von Elternvertretern mehrerer Schulen und die Kinderbeauftragte aus dem Nordend. Die Aktion richtete sich gegen rücksichtslose Autofahrer und Radfahrer, wie Mitorganisatorin Anja Littig erklärte. Kritik äußerte das Bündnis auch an Elterntaxis. „Eltern lassen Kinder oft zu schnell raus“, sagte Littig.

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Ein Teilnehmer war am Freitag auch Grundschüler Jan. Er stand mit Mutter und Vater in der Kette. Sie positionierten sich neben der Schwarzburgschule. Jan erzählte: „Da ist hier schon mal jemand bei Rot über die Ampel gefahren.“ Seine Mutter Angelika Hildebrandt erklärte, viele Gefahrenstellen lägen in der Nähe der Schulen.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) kam mit dem Rad bis vor die Holzhausenschule und sagte: „Die Kinder haben Angst, die Eltern haben Angst.“ In vielen Stadtteilen mit Schulen sei sowohl bei Rad- als auch bei Autofahrern das korrekte Verkehrsbewusstsein nicht ausgeprägt. Er werde sich mit Schulvertretern und dem Verkehrsdezernenten zusammensetzen und über Maßnahmen reden.

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Von Oliver Bock

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