In ganz Frankfurt sollen von Beginn nächsten Jahres an sogenannte Ortsdiener eingesetzt werden. Das teilte Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) mit. Schon seit 2001 gibt es in einigen Frankfurter Stadtteilen Ortsdiener, die Straßen und Plätze sauberhalten und andere Mißstände beseitigen. Meist handelt es sich um Langzeitarbeitslose, die auf der Basis der Hartz-IV-Gesetze befristet als „Ein-Euro-Jobber“ eingestellt wurden.
Jetzt will die Stadt nach Worten Roths in einem bundesweit einmaligen Vorhaben die Ortsdiener in Zusammenarbeit mit der Landesinnung des Gebäudereinigerhandwerks für den Arbeitsmarkt qualifizieren. Für das „FfmTippTopp“ genannte Projekt soll eine Million Euro bereitgestellt werden.
Reinigung von Brunnen und Denkmälern
Nach Angaben von Sozialdezernent Uwe Becker (CDU) wird die Zahl der Ortsdiener von 70 auf 100 erhöht und ihr Auftrag ausgeweitet. Als eine Art „Hausmeister im Stadtteil“ sollen sie etwa auch Brunnen und Denkmäler reinigen. Schulungen bei der Innung und Betriebspraktika sollen sie zum Facharbeiter-Abschluß befähigen.
Qualifizierte Kräfte hätten Chancen, eine Stelle zu finden, so Innungs-Geschäftsführer Detlef Stange. Die Ortsdiener würden künftig am Qualifizierungsprogramm „Frankfurter Weg zum Berufsabschluß“ teilnehmen, sagte der Geschäftsführer der Rhein-Main Job Center GmbH, Robert Standhaft. Dadurch könnten sie drei Jahre lang beschäftigt werden. Hartz IV habe höchstens ein Jahr zugelassen, das sei für die Vermittlung in den Arbeitsmarkt zu kurz gewesen.
TipTip Frankfurt
Christine Young (Creed)
- 09.10.2006, 22:58 Uhr

