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Religion Fastenbrechen mit Suppe, Lammfleisch, Brot und Tee

03.10.2006 ·  Viele Moscheen haben am Dienstag einen Tag der offenen Tür veranstaltet und gemeinsam mit Besuchern des Fastenbrechen gefeiert. Im Fastenmonat dürfen fromme Muslime zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nichts essen und nichts trinken.

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Mit marokkanischer „Harira“-Suppe, Lammfleisch, Brot und Tee feierten am Dienstag abend nicht nur die Mitglieder der Gemeinde der Frankfurter „Taqwa“-Moschee das Fastenbrechen im Ramadan. In dem Gebetshaus im Gutleutviertel waren am Tag der offenen Moschee auch nicht-muslimische Gäste eingeladen, um die Bräuche des Fastenmonats und die Gemeinde kennenzulernen.

„Wir wollen mit Nichtmuslimen in Kontakt kommen und offen zeigen, daß wir nichts zu verbergen haben“, sagte Ahmed Ayaou, der Sprecher des Trägervereins der Moschee (Bildmitte). Das Haus sei aber auch an anderen Tagen immer offen für Besucher: „Wenn jemand wissen will, wie man bei uns betet, die Räume anschauen oder Fragen stellen möchte, darf er gerne kommen“, äußerte Ayaou. Die sunnitische Moscheegemeinde gilt als die größte marokkanische in Frankfurt, ihr gehören etwa 350 Familien an.

Normalität im Umgang miteinander

In einem Vortrag beantworteten Gemeindemitglieder den Besuchern die am häufigsten gestellten Fragen zum Ramadan, zum Beispiel, was das Wort „Ramadan“ bedeute. Frauen aus der Gemeinde erklärten, daß dies der Monat sei, in dem der Koran von Allah zu den Menschen gesandt worden sei. Wer faste, erweise Gott die Ehre. In dem Fastenmonat, der in diesem Jahr bis zum 21. Oktober dauert, dürfen fromme Muslime zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nichts essen und nichts trinken. Nach Einbruch der Dunkelheit lud die Gemeinde ihre Gäste zum Fastenbrechen ein.

Das Mahl begann traditionell mit dem Essen einer Dattel und einem Schluck Milch. Danach nahmen alle gemeinsam an reich gedeckten Tischen in einem Festzelt im Hof der Gemeinde Platz. Unter den Gästen war auch Integrationsdezernent Albrecht Magen (CDU). Er sagte, es sei „bei der deutschen Bevölkerung im Augenblick eine große Verängstigung“ beim Thema Islam zu spüren. „Wir müssen versuchen, wieder Normalität im Umgang miteinander herzustellen, damit es ein friedliches Zusammenleben gibt.“ Dabei spielten Begegnungen wie diese eine wichtige Rolle.

Quelle: last., F.A.Z., 04.10.2006
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