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Veröffentlicht: 23.08.2005, 12:10 Uhr

Polizei Staatsanwalt wird Polizeipräsident von Frankfurt

Frankfurts neuer Polizeipräsident ist in der Stadt am Main kein Unbekannter: Achim Thiel zeichnet bisher als Oberstaatsanwalt, ist Experte für Organisierte Kriminalität und Mitglied der CDU. Der 53 Jahre alte Jurist folgt Harald Weiss-Bollandt nach.

Achim Thiel, Experte für die Bekämpfung Organisierter Kriminalität, wird neuer Polizeipräsident von Frankfurt. Der 53 Jahre alte Frankfurter Oberstaatsanwalt verfüge auch über Erfahrungen bei der Abwehr terroristischer Gefahren, sagte Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) am Dienstag bei der Vorstellung des designierten Polizeichefs. Der „hervorragende Jurist“ kenne die internationale Arbeit der Strafverfolgungsbehörden, sei aber auch „intensiv mit dem Geschehen in der Stadt Frankfurt vertraut“.

CDU-Mitglied Thiel wird Nachfolger von Harald Weiss-Bollandt, der Ende August in Pension geht. Der 65jährige war seit 1999 Polizeichef in der Großstadt, die als Kriminalitätshauptstadt Deutschlands gilt. Die Polizeibehörde mit ihren mehr als 3500 Beschäftigten ist mit Abstand die größte in Hessen. Thiel nannte die Fußball- Weltmeisterschaft 2006 als einen Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit.

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Von Schmierern bis zu Terrorverdächtigen

„Der Extremismus und die terroristischen Gefahren bleiben eine Daueraufgabe“, sagte Bouffier. Dazu kämen in Frankfurt als zentralem Verkehrsknotenpunkt die großen Herausforderungen der Organisierten Kriminalität. Um die Sicherheit in der Stadt zu gewähren, seien aber auch kleine Dinge wichtig, „vom Garteneinbruch bis zu Graffiti“.

Weiss-Bollandt nannte seinen Nachfolger „eine sehr gute Wahl“. Thiel sei ein hervorragender Fachmann, aber auch ein angenehmer Mensch und Kollege. Bouffier lobte: „Große persönliche Einsatzbereitschaft, gepaart mit Führungsstärke, hervorrangender Fach- und Sachkenntnis sowie seine internationale Erfahrung zeichnen Thiel in besonderer Weise aus.“ Der Beamte verfüge über den notwendigen Führungsstil, eine natürliche Autorität und Fingerspitzengefühl, um eine so große Polizeibehörde wie die Frankfurter leiten zu können.

Quelle: dpa

 

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