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Tote im Niddapark : Polizei nimmt Frankfurter Gastronomen fest

  • Aktualisiert am

Die Leiche wurde im Frankfurter Niddapark gefunden Bild: faz.net

Blutspuren am Tatort haben die Polizei auf die Spur des Gastronomen Jan M. gebracht. Mit ihm hätte das Opfer Irina A. im Juni wegen der „Sex-Mob“-Affäre vor Gericht gestanden.

          Zwei Tage nach dem Fund einer Frauenleiche im Frankfurter Niddapark hat die Polizei am Freitagabend den mutmaßlichen Täter festgenommen. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich um den Gastronomen Jan M. Er war gemeinsam mit der Toten, Irina A., angeklagt. Gegen beide hätte im Juni der Prozess wegen Vortäuschens einer Straftat beginnen sollen. Sie hatten im Februar 2017 vorgegeben, ein „Sex-Mob“ aus mehreren Nordafrikanern sei durch die Frankfurter Freßgass' gezogen und hätte Frauen belästigt. Diese Vorwürfe erwiesen sich als falsch. Jan M. wird zur Stunde dem Haftrichter vorgeführt.

          Die Staatsanwaltschaft bestätigte der F.A.Z., dass am Tatort Blutspuren von Jan M. gefunden wurden. Der Gastronom habe zunächst auf ein Alibi von seiner Freundin verwiesen. Als dann aber auch sein Bewegungsprofil, das mit Hilfe von Telefondaten erstellt wurde, und andere Hinweise zu dem vermuteten Tatablauf passten, sei er festgenommen worden. Zu den Vorwürfen äußert er sich bisher nicht.

          Die 29 Jahre alte Irina A. war am Mittwoch mit schweren Stich- und Schlagverletzungen gefunden worden. Schnell hatten sich die Ermittlungen auf das Umfeld der Frau konzentriert. Die Auswertung ihrer Handydaten hatte ergeben, dass sie am späten Abend im Park noch eine Verabredung hatte. Im Frankfurter Nachtleben war Irina A. als schillernde Person bekannt: Sie hatte eigene Immobilien- und Schmuck-Geschäfte und soll auch Kontakte ins Rotlicht- und Rockermilieu gehabt haben.

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