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Eröffnung der neuen Altstadt : Ein nachhaltiges Feuerwerk

  • -Aktualisiert am

Leucht-Stöffche: Drohnen malen Rauten in die Luft. (Symbolbild) Bild: Simulation Tourismus und Congress GmbH

Zur Eröffnung der neuen Altstadt leuchten 110 Drohnen als Bilder im Abendhimmel. Sie sollen berühmte Frankfurter Persönlichkeiten und Objekte darstellen - ohne Störeffekte.

          Quadrocopter, Sky Beams – was klingt, als käme es direkt aus dem nächsten Teil von Krieg der Sterne, sind laut Stefan Weil die „Hauptdarsteller“ eines großen Spektakels. Weil ist Geschäftsführer des Ateliers Markgraph, das Lichtinstallationen entwirft. Und das Spektakel ist die Drohnenshow „Sternenbilder – Eine Symphonie für die Frankfurter Altstadt“, die zur Eröffnung der neuen Altstadt am 29. September von 21.45 Uhr an den Himmel erleuchten soll. Am Vorabend gibt es eine öffentliche Generalprobe zur gleichen Zeit. Pünktlich sein lohnt sich: Die Drohnen schaffen mit ihrem Akku nur 15 Minuten in der Luft, die ganze Show dauert 18,56 Minuten. Das weiß Weil aus dem Kopf.

          Der Schlachtplan steht, und er wurde gestern bei einer eigens dafür einberufenen Pressekonferenz vorgestellt. Insgesamt werden 110 Drohnen in verschiedenen Formationen fliegen, um berühmte Frankfurter (Goethe) und berühmte Sachen (Geripptes) als Sternbild in den Himmel zu bringen.

          Spezialanfertigung aus China

          Jede Drohne hat vier Getriebe und kann 270 Lichtvarianten produzieren. Weil und sein Team haben für die brummenden „Sterne“ Motive erarbeitet, die typisch für Frankfurt sind und durch die leuchtenden Flugkörper dreidimensional dargestellt werden können. Gezeigt wird die Show über dem Main, zwischen Eisernem Steg und Untermainbrücke. Das sei besser so: „Wenn eine Drohne abstürzt, fällt sie in den Fluss und gefährdet niemanden“, sagt Thomas Feda von der Tourismus und Congress GmbH, von der die Show organisiert wird.

          Hoffentlich passiert das nicht – immerhin wurden die Drohnen für ihren Spezialauftrag extra in China gefertigt. Zu den Lichtern in der Luft kommen am Mainufer dann noch 96 Scheinwerfer – oder, wie es bei der Tourismus und Congress GmbH heißt, Sky Beams. Und damit nicht genug: Speziell für die Vorführung komponierte Musik und eine Art Hörspiel mit Frankfurter Geschichten begleiten die Darbietung. Thomas Feda sagt: „Das ist ein nachhaltiges Feuerwerk.“

          Ganz ohne Krach und ohne Rauchschwaden, die den Schaulustigen die Sicht nehmen. Die Vorführung kostet die Stadt rund 400.000 Euro. Aber das sei für dieses Format noch günstig, meint Feda. Und etwas Besonderes ist es auch, zum Glück. Feda hatte an Weil schließlich den Auftrag gegeben: „Es muss spektakulär, finanzierbar und einzigartig sein.“

          Und es scheint, als würde das klappen: Zum ersten Mal wird eine Drohnenshow in Deutschland gezeigt. In Amerika gab es schon mal eine, zur Halbzeit des Football-Superbowl, während Lady Gaga auftrat. Drohnen bildeten die „Stars and Stripes“ der amerikanischen Flagge über den Köpfen der Menge. „Das war aber ohne eigene Musik und Choreographie“, sagt Weil. Pah. Frankfurt kann mehr. Nur einer könnte den Reigen der Drohnen unterbinden: Weht der Wind mit 32 Stundenkilometern oder mehr, muss die Show verschoben werden.

          Mit Skyline im Hintergrund: Die neue Altstadt aus der Drohnenperspektive.

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