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Donnerstag, 16. Februar 2012
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Museum für Moderne Kunst „Meine vorrangige Aufgabe ist es, mit der Sammlung zu arbeiten“

22.08.2008 ·  Susanne Gaensheimer wird Direktorin des Frankfurter Museums für Moderne Kunst. Die Kunsthistorikerin tritt am ersten Januar die Nachfolge von Udo Kittelmann an, der als Chef der Nationalgalerie nach Berlin wechselt.

Von Michael Hierholzer
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Susanne Gaensheimer wird zum 1. Januar 2009 Direktorin des Museums für Moderne Kunst (MMK). Dies hat der Magistrat der Stadt Frankfurt gestern einstimmig beschlossen. Die Kunsthistorikerin, deren Vertrag auf fünf Jahre befristet ist, tritt die Nachfolge von Udo Kittelmann an, der als Chef der Nationalgalerie nach Berlin wechselt. Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) hatte im Juni die Leiterin der Sammlung für Internationale Gegenwartskunst und Kuratorin in der Städtischen Galerie des Münchner Lenbachhauses öffentlich als Wunschkandidatin bezeichnet. Mit dieser Ankündigung noch vor der Sommerpause wollte der Stadtrat Spekulationen über die Personalentscheidung und darüber beenden, es werde der Posten eines Generaldirektors für die Frankfurter Kunstmuseen geschaffen. Es habe zwar entsprechende Vorschläge von honorigen Persönlichkeiten, darunter auch ehemalige Museumsleiter, gegeben, sagte Semmelroth. „Ich habe diese Überlegungen aber immer für abwegig gehalten, weil das MMK ein eigenständiges Profil hat und behalten soll.“

Die Sammlung soll kontinuierlich erweitert werden

Bei ihrer Vorstellung sagte die 1967 in München geborene Ausstellungsmacherin gestern, das Museum für Moderne Kunst werde von außerhalb als eines der im internationalen Vergleich führenden deutschen Museen betrachtet. Die Sammlung des Hauses sei einzigartig, angefangen bei den Werkgruppen der amerikanischen Pop-Art aus den sechziger Jahren bis hin zur Kunst der unmittelbaren Gegenwart. „Diese Dichte findet sich in Deutschland so kaum einmal. Es ist unglaublich, was alles in der Sammlung vorhanden ist. Das sind ganz, ganz, ganz hervorragende Bestände.“ So gebe es beispielsweise nicht viele Museen, die Werke von Blinky Palermo oder Robert Gober ihr eigen nennen könnten. Gaensheimer würdigte ausdrücklich die Sammlungstätigkeit des früheren MMK-Leiters Jean-Christophe Ammann und des derzeit noch amtierenden Direktors, die den Grundstock des Hauses, die Sammlung Ströher, um zahlreiche bedeutende Werke ergänzt hätten. „Ich sehe es als meine vorrangige Aufgabe an, mit der Sammlung zu arbeiten und sie kontinuierlich zu erweitern“, führte Gaensheimer aus. Es komme darauf an, die eine oder andere Lücke zu schließen und sich intensiv um Kunstwerke der Gegenwart zu kümmern. Sie wolle die Sammlung „lebendig und diskursiv“ halten, formulierte die Kunstwissenschaftlerin, die von 1999 bis 2001 Direktorin des Westfälischen Kunstvereins in Münster war.

Sonderausstellung mit dem Städel geplant

Im kommenden Jahr wolle sie erst einmal die Sammlung neu präsentieren, kündigte die designierte Museumsdirektorin an. Als erste Sonderausstellung sei als Kooperation mit dem Städel-Museum für Anfang 2009 eine Schau mit Werken von Peter Roehr geplant. Beide Häuser besitzen Werke des 1968 mit 24 Jahren gestorbenen Frankfurter Künstlers. Städel-Chef Max Hollein sei auf sie zugegangen, berichtete Gaensheimer. Sie habe das Vorhaben zunächst mit den MMK-Mitarbeitern besprochen, und man habe sich darauf geeinigt, das Projekt zu verwirklichen.

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