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Veröffentlicht: 04.03.2017, 13:01 Uhr

Der Lokaltermin Frühstückssuppe und Wok-Ente

In dem angenehm familiären und unaufgeregten Restaurant „Binh Minh“ an der Frankfurter Ostendstraße gibt es allerlei vietnamesische Spezialitäten. Der Lokaltermin.

von , Frankfurt
© Frank Röth Vietnamesische Spezialitäten im Ostend: Der Gastraum des „Binh Minh“ ist in Rot, Schwarz und Beige gehalten.

Besser kann man ein Menü kaum beginnen. Diese klare Reisnudelbrühe mit Garnelen, Schweinefleisch, Sojasprossen und frischen Kräutern ist deftig und mild zugleich, sie gibt Kraft und macht Appetit. Die Vietnamesen starten mit dieser Suppe sogar in den Tag – zumindest jene, die in der Gegend um die frühere südvietnamesische Hauptstadt, das heutige Ho-Tschi-Minh-Stadt, leben. Dort ist die „Hutieunuoc“ auch als „Saigon Breakfast“ bekannt und als erste Mahlzeit am Tag auf praktisch jedem Speiseplan vertreten.

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Suppen spielen in der vietnamesischen Küche allgemein eine wichtige Rolle. Wie die klassische Consommé der früheren französischen Kolonialherren werden sie meist auf einer kräftigen Brühebasis zubereitet, dann aber mit Nudeln, Fleisch und Gemüse verfeinert. Praktisch jede Region hat eine eigene Spezialität, und viele davon stehen im „Binh Minh“ auf der Karte. Außer der animierenden Frühstücksbrühe bietet die Küche des kleinen Restaurants im Ostend auch die traditionellen „Pho“-Suppen aus dem Norden des Landes, eine delikate Zitronengras-Suppe aus der alten Kaiserstadt Hue oder die Meeresfrüchte-Brühen aus dem Süden Vietnams. Sie sind zu Preisen zwischen 4,50 und elf Euro mal als Vorspeisen, mal als vollwertiges Hauptgericht gedacht.

Wok ist das bevorzugte Kochgeschirr

Natürlich gibt es in dem ganz in Rot, Schwarz und Beige gehaltenen, angenehm familiären und unaufgeregten Lokal an der Ostendstraße auch Frühlings- und Sommerrollen, gedämpfte Teigtaschen und die in vielen südostasiatischen Ländern verbreiteten Hühnchen-Spieße mit Erdnuss-Soße (5,50 Euro). Fast noch wichtiger sind in der authentischen vietnamesischen Küche aber die vielfältigen Salate, ein besonders exotisches Geschmacksbild hat der Salat von grüner Papaya mit Rindfleisch, frischem Basilikum und Limettendressing (sechs Euro).

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Ansonsten ist auch im „Binh Minh“ der Wok das bevorzugte Kochgeschirr: Zahlreiche Gerichte werden in der großen gewölbten Pfanne zubereitet, von der knusprigen Ente mit fünf Gewürzen, Pilzen und Mandeln (13,50 Euro) über das scharfe Schweinefilet in Pfeffersoße (9,50 Euro) bis zum scharfen Brat-Tofu in Chili-Soße (9,50 Euro). Ein schlichter, aber sehr empfehlenswerter Genuss ist der ebenfalls im Wok geschwenkte Mangold mit kräftiger Austernsoße (neun Euro), eine Aromenbombe der pikante Reisnudeltopf mit Rindfleisch, Zitronengras und Kokosnuss-Soße (10,50 Euro).

Zu trinken gibt es dazu – wie in Vietnam – Säfte und Tees, aber auch Bier und einige Weine, von denen vor allem der halbtrockene Silvaner aus Rheinhessen, der Riesling aus dem Rheingau und der Spätburgunder-Rosé aus der Pfalz gut zur würzigen Küche passen. Unbedingt einen Versuch wert ist schließlich noch der vietnamesische Kaffee: Er wird traditionell sehr stark und süß, oft auch auf Eis getrunken – und ist ebenfalls ein Erbe der französischen Kolonialzeit.

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