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Der Lokaltermin : Focaccia und Grillo

Neuer individueller Treffpunkt im Frankfurter Europeviertel:„Iss gut“ Bild: Wonge Bergmann

Die Pizzen machen einen sehr appetitlichen Eindruck. Doch die Konkurrenz im „Iss gut“ ist groß. Es gibt etwa hausgemachte Quiches, belegte Focaccias und Ciabattas, Sandwiches und Falafel-Burger. Der Lokaltermin.

          Die Pizzen sehen wirklich gut aus. Oder heißt es Pizzas? Oder Pizze? Egal! Die Vollkornteigfladen mit ihren üppigen Belägen machen einen dermaßen appetitlichen Eindruck, dass man sie glatt auch so kalt, wie sie in der Vitrine liegen, verspeisen würde. Eigentlich werden sie vor dem Verzehr aber noch einmal kurz aufgebacken. Giovanni Lucera hat die runden Dinger am Vormittag gebacken, und jetzt warten sie auf hungrige Kunden, die zur Mittagszeit etwas Anständiges für den Magen brauchen.

          Peter Badenhop

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Doch die Konkurrenz im „Iss gut“ ist ziemlich groß: Neben den Pizzen (oder doch Pizzi?) finden sich zu sehr fairen Preisen zwischen zwei und fünf Euro auch sehr ansehnliche Stücke von hausgemachten Gemüse- und Spinat-Quiches, belegte Focaccias und Ciabattas, Sandwiches, Falafel-Burger und Salate, süße Teigteile und Desserts. Zudem wird auf einer großen Tafel das „Tagesspecial“ angepriesen: An diesem Mittag ist es eine Tomaten-Fenchel-Suppe, neulich war es eine Minestrone und vergangene Woche einmal ein sehr gutes „Chili sin Carne“, dessen Fleischlosigkeit manchem Gast gar nicht aufgefallen ist.

          Produkte der „Genusswolke“

          Lucera und sein Kompagnon Gerrit Misiewicz leisten mit ihrem Lokal an der Europaallee einen kleinen Beitrag zur Belebung des wachsenden Europaviertels. Und wenn nur alle Versuche, das neue Quartier mit Leben zu füllen, so gut gelängen, müsste man sich um die Zukunft des Stadtteils keine Sorgen machen. Gut gelaunt und zugewandt stehen die beiden mit ihren hellblauen Poloshirts und gelben Schürzen hinter der langen Theke und präsentieren ihr täglich leicht variiertes Angebot.

          Dazu zählen nicht nur die oben genannten Snacks und Gerichte, sondern auch eine Reihe von Produkten der „Genusswolke“, eines kleinen Frankfurter Herstellers von Chutneys, Pestos, Brotaufstrichen, Marmeladen und Gelees. Zudem stehen ein paar Weine im Regal, die zum Teil auch offen ausgeschenkt werden: Misiewicz empfiehlt die Tropfen des Weingutes Riffel aus Bingen, Lucera schwört auf Feudo Arancio aus seiner sizilianischen Heimat.

          Zudem stehen im „Iss gut“ frische Brote und Brötchen, Croissants und Kaffee im Programm. Das lockt schon morgens die Büromenschen in das kleine Lokal. Mittags kommen sie zum Lunch wieder, und am Nachmittag und frühen Abend nutzen dann auch die Nachbarn aus den schicken Neubauten an der Europaallee diesen neuen individuellen Treffpunkt. So könnte es mit dem Viertel ruhig weitergehen.

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