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Kriminalität Metzler-Mörder Gäfgen will Schadenersatz

03.05.2006 ·  Der wegen Mordes an dem Bankierssohn Jakob von Metzler verurteilte Magnus Gäfgen will Schadensersatz und Schmerzensgeld vom Land Hessen, weil ihm im Polizeiverhör Folter angedroht wurde. Die CDU reagiert empört.

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Der wegen Mordes an dem Bankierssohn Jakob von Metzler verurteilte Magnus Gäfgen will Schadensersatz und Schmerzensgeld vom Land Hessen, weil ihm im Polizeiverhör Folter angedroht wurde. Gäfgen habe dafür einen Antrag auf Prozeßkostenhilfe gestellt, sagte ein Sprecher des Frankfurter Landgerichts und bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung vom Mittwoch.

Die Sprecherin des Justizministeriums, Nicole Demme, nannte den Antrag „verwunderlich“, CDU-Fraktionschef Christean Wagner reagierte empört. „Gäfgen hat noch immer nicht realisiert, daß er der Täter ist und nicht das Opfer“, sagte der frühere Justizminister Wagner. Das Klagebegehren zeige fehlende Reue. Das Gerichtsverfahren habe offensichtlich keinen Eindruck gemacht. Letztlich entscheide natürlich das angerufene Gericht über die Prozeßkostenhilfe. Dem wolle niemand vorgreifen, betonte Demme.

„Ich bin traumatisiert“

Gäfgen begründet seine Klage mit den Verhörmethoden der Frankfurter Polizei. Seither sei er traumatisiert, heißt es laut „Bild“ in dem Antrag. Wie viel Geld er vom Land verlangt, habe er in seinem Schriftsatz nicht erklärt. Über den Antrag werde das Gericht erst entscheiden, wenn die Erfolgsaussichten der Klage geprüft seien, sagte Gerichtssprecher Klaus Wiens.

Der damalige Frankfurter Polizeivizepräsident Wolfgang Daschner hatte Gäfgen im Jahr 2002 mit massiver Gewalt bedrohen lassen, um den entführten Bankierssohn zu retten. Gäfgen hatte daraufhin das Versteck des bereits toten Jungen genannt. Wegen seiner Tat wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Daschner mußte sich daraufhin wegen Nötigung vor Gericht verantworten.

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