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Immobilien Hellere Fassade für das Selmi-Hochhaus

 ·  Das Selmi-Hochhaus am Platz der Republik wird sich in anderthalb Jahren völlig verändert zeigen. Die DZ Bank will dem Gebäude eine neue, helle Hülle geben.

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Die DZ Bank will ihrem Cityhaus 1 am Platz der Republik, besser bekannt als Selmi-Hochhaus, bis Ende 2008 eine völlig neue Fassade geben. Wie Wolfgang Kirsch, Vorstandsvorsitzender des Geldinstituts, im Gespräch mit der F.A.Z. sagte, sollen die Bauarbeiten möglichst zum 125-Jahre-Jubiläum der Bank im Dezember 2008 abgeschlossen sein. Mit der Baugenehmigung sei in den nächsten Monaten zu rechnen, anschließend würden die Arbeiten ausgeschrieben. Die DZ Bank investiere einen „ordentlichen zweistelligen Millionenbetrag“, so Kirsch. Das sei auch als klares Bekenntnis zum Standort Frankfurt zu verstehen. Mit der Aufwertung der Fassade wolle man überdies dem Status als fünftgrößter deutscher Bank Rechnung tragen.

Der Entwurf für die neue Fassade stammt vom Frankfurter Architekten Christoph Mäckler, dessen Büro seit einigen Monaten im Cityhaus untergebracht ist. Sie soll deutlich heller werden als bisher. Der im Jahr 1975 fertiggestellte 143-Meter-Turm, der von den Frankfurter Architekten Richard Heil und Johannes Krahn entworfen wurde, wirkt vor allem wegen seiner braunen Brüstungen und Fenster abweisend. Die Grundgestalt in Form einer schlanken Doppelscheibe, die an das Erbe der klassischen Moderne eines Ludwig Mies van der Rohe anknüpft, ist dagegen von zeitloser Eleganz.

Reverenz an Mies van der Rohe

Diese Stärke soll vom Architektenbüro herausgearbeitet werden. Die Brüstungen werden in einen breiteren silber-grauen Streifen und in einen schmalen anthrazitfarbenen Akzentstreifen unterteilt. Die Lisenen, also die vertikalen Profile zwischen den Fenstern, sollen in einem silbergrauen Ton gehalten werden. Als Reverenz an Mies van der Rohe ist daran gedacht, die Ecken des Doppelturms als „Mies-Ecken“ auszuführen, bei denen die vorgehängte Fassade die Eckstützen nicht abdeckt.

Die beiden Technikgeschosse in der Mitte des Doppelturms, die bisher an einer fensterlosen „Bauchbinde“ auszumachen sind, werden künftig von außen nicht mehr erkennbar sein. Die Fassade wird auch über das Technikgeschoss in der Spitze des Hochhauses geführt. Nach Angaben des Architekturbüros wird erwogen, die Spitze und die beiden äußeren Fluchttreppenhäuser zu beleuchten, um das Erscheinungsbild des Hauses bei Dunkelheit zu akzentuieren. Diese Treppenhäuser waren aus Gründen des Brandschutzes erst vor wenigen Jahren an das Verbindungsstück in der Fuge zwischen den Scheiben angebaut worden. Auch sie sollen jetzt eine Glasfassade erhalten.

Der Umbau soll bei laufendem Betrieb geschehen, wie Kirsch hervorhob. Das Haus sei derzeit zu 90 Prozent belegt, außer rund 400 Mitarbeitern der DZ Bank seien dort etwa 1000 Beschäftigte von anderen Unternehmen untergebracht, zumeist Töchtern des genossenschaftlichen Spitzeninstituts. Durch die Modernisierung der Fassade solle der Energieaufwand um 30 Prozent reduziert werden. Um das Wohlgefühl an den Arbeitsplätzen zu steigern, erhielten die Büros individuell zu öffnende Fenster. Diese könnten zudem im Sommer für energiesparende Nachtauskühlung genutzt werden, so Kirsch.

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Jahrgang 1968, Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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