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Hochschulen Schädel-Forscher im Ruhestand: Fälschungsvorwürfe erhärtet

17.02.2005 ·  Nach massiven Vorwürfen, Menschenschädel-Funde falsch datiert zu haben, hat sich der Frankfurter Anthropologe Reiner Protsch von Zieten in den Ruhestand versetzen lassen.

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Nach massiven Vorwürfen, Menschenschädel-Funde falsch datiert zu haben, hat sich der Frankfurter Anthropologe Reiner Protsch von Zieten in den Ruhestand versetzen lassen. Wie die Frankfurter Universität am Donnerstag mitteilte, will sie das Disziplinarverfahren gegen den 66jährigen weiter betreiben. Der Bericht einer hochschulinternen Kommission zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten hatte zuvor die Fälschungs- und Plagiatsvorwürfe erhärtet.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet in seiner jüngsten Ausgabe, daß der seit April suspendierte Antrophologie-Professor „kostbare Dokumente“ zur Rassenforschung aus der Nazi-Zeit vernichtet haben soll. Im August war bereits bekannt geworden, daß er das Alter von Schädelfunden gefälscht haben soll. Seit August beschäftigt sich eine universitätsinterne Kommission zur Untersuchung wissenschaftlichen Fehlverhaltens mit dem Leiter des Instituts für Anthropologie und dessen Arbeiten.

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