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Altstadteröffnung im Plan : Die „Goldene Waage“ und der Glaubensflüchtling

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Prächtig: Giebel der „Goldenen Waage“ am Kaiserdom Bild: dpa

Die „Goldene Waage“ soll die neue Frankfurter Altstadt schmücken. Nun ist die Rekonstruktion des Gebäudes abgeschlossen, in dem einst ein Glaubensflüchtling wohnte.

          Mit seiner prächtigen Fassade gehört die „Goldene Waage“ zu den berühmtesten Gebäuden der Frankfurter Altstadt. Jetzt ist die Rekonstruktion in unmittelbarer Nähe des Kaiserdoms bis auf die Innenausstattung abgeschlossen. Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) präsentierte am Mittwoch das Renaissance-Haus, das um das Jahr 1619 der Gewürzhändler und Zuckerbäcker Abraham van Hamel errichten ließ. Er kam ursprünglich als Glaubensflüchtling aus den Niederlanden nach Frankfurt und war sehr vermögend.

          Vorzeigeobjekt der „Goldenen Waage“ ist ein hölzerner Dachgarten (Belvederchen), der jetzt nachgebaut wurde. Den Architekten kamen dabei zahlreiche Skizzen und Zeichnungen zu Hilfe, die vom Gebäude und Interieur vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg gefertigt wurden. Einige erhaltene Teile kehren an ihren ursprünglichen Ort zurück. Darunter sind die Bildnisse des Bauherren und seiner Familie in den Bögen des Erdgeschosses sowie drei schmiedeeiserne Gitter.

          Die 1944 im Bombenhagel zerstörte Frankfurter Altstadt, die damals größte Deutschlands, wird zwischen Dom und Römer auf rund 7000 Quadratmetern wieder aufgebaut. Eröffnungstermin ist September 2018. Das rund 200 Millionen Euro teure Projekt gilt als umstritten.

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