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Gesellschaft „Nacht der Museen“ mit rund 300 Programmpunkten

 ·  Rund 300 Veranstaltungen an mehr als 60 Orten in Frankfurt, Höchst und Offenbach - das Programm für die „Nacht der Museen“ am 29. April steht fest.

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Dieses Jahr will der Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) den Rekord brechen: Er möchte mindestens 15 Museen in einer Nacht besuchen. Und damit die Bestleistung von Frankfurts Kulturdezernent Hans-Bernhard Nordhoff (SPD) übertrumpfen: Der hat 14 Museen geschafft. Gelegenheit zu einem Wettstreit bietet der 29. April: An jenem Samstag findet zum siebtenmal die „Nacht der Museen“ in Frankfurt, Höchst und Offenbach statt.

Im Palmengarten haben Schneider und Nordhoff gestern das Programm vorgestellt. Mehr als fünfzig Museen und zehn Galerien öffnen ihre Pforten bis zwei Uhr nachts. Sie bieten Führungen, Musik und Lesungen - insgesamt wird es rund 300 Programmpunkte geben. Eigentlich wolle er sich nicht auf das Motto „Höher, schneller, weiter“ berufen, sagte Nordhoff. Aber ein bißchen stolz sei er doch, einige Neuzugänge präsentieren zu können.

Hinzugekommen ist zum Beispiel das Dialogmuseum, in dem Besucher in vollkommener Dunkelheit den Weg ertasten und Cocktails probieren können. Auch das Literaturhaus ist zum ersten Mal dabei. In den Räumen des neuen Domizils lesen Frankfurter Dichter: Ralf-Rainer Rygulla und Jamal Tuschick etwa tragen Verse aus dem Werk von Rolf Dieter Brinkmann vor. Das Hafenbahnmuseum macht gleichfalls erstmals bei der „Nacht der Museen“ mit - eine historische Eisenbahn bringt das Publikum vom Eisernen Steg an den Osthafen.

Stimme gegen Armut

Ein anderer Programmpunkt sei nicht nur ein Neuzugang, sondern sogar eine Weltpremiere, sagte Nordhoff. Der Kulturdezernent meinte damit die Milleniumskampagne der Vereinten Nationen, die den Titel „No excuse 2015 - Voices against poverty“ trägt. Das Projekt will unter anderem auf Hungersnöte, Kindersterblichkeit und Armut aufmerksam machen. Ausstellungen, Filme, Konzerte und Gespräche in der Paulskirche und an acht anderen Orten sollen dabei helfen.

Ein Teil der UN-Kampagne beginnt noch vor der „Nacht der Museen“. Von Donnerstag, 27. April, an werden auf dem Römerberg „Voices against poverty“ gesammelt. In einer durchsichtigen Kabine können Frankfurter Bürger ihre Stimme gegen Armut erheben. Eine Kamera zeichnet ihre Äußerungen auf. Während der Nacht der Museen sollen dann Ausschnitte davon in der Paulskirche zu sehen sein.

Die Eintrittskarte zur „Nacht der Museen“ kostet wie im vergangenen Jahr elf Euro. Sie gilt für die beteiligten Häuser, die Shuttle-Busse, das Shuttle-Schiff und die historische Eisenbahn zum Hafenbahnmuseum. Alle Museen und Galerien sind von 19 Uhr am Samstag bis zwei Uhr morgens am Sonntag geöffnet. Danach lassen nur noch das Architektur Museum, das Leinwandhaus, das Museum der Weltkulturen, das Museum für Kommunikation, der Palmengarten, das Schirn Cafe und der Zoo Besucher ein. Die sieben Stunden reichten für vier, fünf Museen, sagte Nordhoff. Nur ganz wenige Kulturinteressierte schafften 14 Besuche. Und 15, die habe bislang noch keiner geschafft.

Informationen zur Nacht der Museen gibt es unter der Telefonnummer 97 46 05 55 und im Internet unter www.nacht-der-museen.de.

Quelle: inwi., F.A.Z., 05.04.2006
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