07.07.2011 · Seit Wochen ärgern sich Anlieger des Wochenmarkts auf dem Friedberger Platz in Frankfurt über spontane Partys. Der Versuch, die Partys durch eine Verlegung des Markts von Freitag auf Mittwoch einzudämmen, ging nach hinten los. Jetzt soll ein „Runder Tisch“ abhelfen.
Von Bernd GüntherIn der Diskussion um den Wochenmarkt auf dem Friedberger Platz und die Störungen von Anwohnern durch anschließende Feiern will Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) vermitteln. Der Stadtrat hatte in der vergangenen Woche auf dem Platz bei einem Treffen mit Vertretern des Ortsbeirats 3 eigene Eindrücke gesammelt. Frank habe daraufhin Ortsvorsteherin Karin Guder (Die Grünen) die Einrichtung eines „Runden Tisches“ zur Zukunft der Freitagsparty und des Wochenmarkts zugesagt, teilt die Stadt mit. Nötig sei eine schnelle Lösung, mit der alle Beteiligten leben könnten, äußerte Frank.
Zu dem Gesprächsforum, das erstmals am 8. August veranstaltet werden soll, werden Vertreter aller beteiligten Institutionen und Bürgergruppen eingeladen, wie es heißt. Dazu zählten außer dem Ortsbeirat und der Stadtverwaltung die Händler, die die Verlegung des wöchentlichen Marktes von Freitag auf Mittwoch kritisierten, die Anwohner, die sich durch die Spontanparty belästigt fühlten, aber auch Bürger, die den zwanglosen Treffpunkt als Teil einer neuen Stadtteilkultur sähen und erhalten wollten.
Nun Party an zwei Tagen
Der Ortsbeirat hatte eine solche Gesprächsrunde in seiner letzten Sitzung vor der parlamentarischen Sommerpause gefordert. Franks Vorgänger, der bis Mitte Juni amtierende Ordnungsdezernent Volker Stein (FDP), hatte nach Ansicht von Beobachtern mit wenig Erfolg versucht, die Anwohner vor nächtlichem Lärm und anderen Beeinträchtigungen zu schützen. Wie berichtet, hat Stein den Markt von Freitag auf Mittwoch verlegt, in der Hoffnung, so der Spontanparty auf dem Quartiersplatz, auf dem sich bei gutem Wetter mehr als tausend Personen eingefunden haben, den Anlass zu nehmen. Die Folge ist jedoch, dass nun freitags und mittwochs auf dem Platz gefeiert wird.
Nach Angaben von Ortsvorsteherin Guder sollten die bevorstehenden Gespräche die Ziele verfolgen, sowohl die geselligen Treffen auf dem Friedberger Platz weiter zuzulassen, als auch den berechtigten Wunsch der Anwohner nach Nachtruhe zu berücksichtigen.
Lösungsvorschläge per Mail erbeten
Um die Suche nach einem Kompromiss effektiv zu gestalten, sollten die Gespräche jedoch möglichst im kleinen Kreis geführt werden. Die verschiedenen Interessengruppen sollten darum jeweils kleine Delegationen bilden. Alle Betroffenen könnten aber schon vorher Lösungsvorschläge unterbreiten und diese per E-Mail (info.dez9@stadt-frankfurt.de) an das Dezernatsbüro schicken.
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Andreas Breuer (IUSTINUS)
- 10.07.2011, 23:28 Uhr